WM Papendal

Olympia-Revanche und eine Derniere

Letzter Auftritt: David Graf wird seine Karriere nach den Weltmeisterschaften in Papendal beenden. Bild: Nico van Dartel

Am Wochenende finden in Papendal die Weltmeisterschaften im BMX Racing statt. Für Teamleader David Graf handelt es sich um den letzten Wettkampf in seiner Karriere.

Drei Wochen nach den Olympischen Spielen trifft sich die Weltelite im BMX Racing in Papendal. Die Weltmeisterschaften in Holland eröffnen den in Tokio angetretenen Schweizerinnen und Schweizern die Gelegenheit, sich von ihrer stärksten Seite zu präsentieren, vermochte das Trio in Japan doch den eigenen hohen Erwartungen nicht ganz gerecht zu werden. Zoé Claessens, David Graf und Simon Marquart gehören auf der schnellen Strecke, welche mit der langsamen, kaum Gefälle aufweisenden Olympiastrecke wenig gemein hat, zum grossen Kreis der Medaillenanwärterinnen und -anwärter. «Wir hoffen, dass wir wieder an das Niveau des Saisonbeginns anknüpfen können, als sich mehrere Schweizerinnen und Schweizer auf den Podestplätzen einzureihen vermochten», sagt Nationaltrainer Hervé Krebs.

Aus der Perspektive von David Graf handelt es sich um weit mehr als eine Weltmeisterschaft. Der Winterthurer bestreitet in Papendal den letzten Wettkampf in seiner Profikarriere, ehe er am 1. Oktober das Amt des Elite-Nationaltrainers übernehmen wird. Graf gehört seit nunmehr sechs Jahren zur absoluten Weltspitze; der 31-Jährige hat WM- sowie EM-Medaillen und in diesem Frühsommer in Verona sein erstes Weltcuprennen gewonnen. An den Olympischen Spielen in Tokio schied er in den Halbfinals aus.

Zum Schweizer WM-Team gehören auch die aktuellen U23-Europameister. Weil die höchste Nachwuchsklasse bei Weltmeisterschaften noch nicht im Programm steht, werden Nadine Aeberhard und Cédric Butti am Sonntag in der Elite-Kategorie antreten.

Die Favoritenrolle gebührt zweifelsfrei den Einheimischen, handelt es sich doch beim Sportzentrum Papendal um die Trainingsbasis des holländischen Nationalteams. Olympiasieger Niek Kimmann sowie die Smulders-Schwestern Laura und Merel werden entsprechend versuchen, die Goldmedaillen im Land zu behalten.

Auf Juniorenstufe ist die Schweiz ebenfalls vertreten, über die besten Aussichten verfügt die Genferin Thalya Burford. Die EM-Silber-Gewinnerin von Zolder gehört auch in Papendal zum Kreis der Medaillenkandidatinnen.

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