SM Steinmaur

Meisterehren für Joel Suter und Elena Hartmann

Gold im Zeitfahren: Joel Suter behält im hochklassigen Vergleich mit Mauro Schmid die Oberhand. Bild: Buchli Fotografie

An den Schweizer Zeitfahr-Meisterschaften in Steinmaur haben der Berner Oberländer Joel Suter und die Zugerin Elena Hartmann in der Elite-Kategorie die Goldmedaillen gewonnen. Derweil Suter den Einheimischen Mauro Schmid und den Ostschweizer Tom Bohli auf die Ränge 2 und 3 verwies, setzte sich die Triathlon-Spezialistin Hartmann vor Melanie Maurer und Michelle Stark durch.

Dass es in Steinmaur eine neue Meisterin und einen neuen Meister geben würde, war bereits vor den Titelkämpfen klar gewesen. Die Olympiazweite und vierfache Schweizer Zeitfahr-Meisterin Marlen Reusser verzichtete aus gesundheitlichen Gründen auf den Start, nachdem sie wegen einer Covid-Infektion bereits die Tour de Suisse verpasst hatte. Europameister Stefan Küng wiederum, zuletzt fünfmal in Serie Landesmeister geworden, wurde am Dienstag Vater eines Buben und zog seine Teilnahme daraufhin zurück.

Weil neben Küng auch der anlässlich der Landesrundfahrt positiv auf Corona getestete Stefan Bissegger nicht antrat, kam es auf der 38 km langen Strecke zum Vergleich zwischen Suter und Schmid, welchen der UAE-Profi eher überraschend zu seinen Gunsten entschied. Er sei glücklich, habe es für den Gewinn der Goldmedaille gereicht, sagte der 23-Jährige, welcher an der Tour de Suisse vorzeitig hatte aussteigen müssen, weil sein Teamkollege Marc Hirschi positiv auf Corona getestet worden war. Mauro Schmid war natürlich nicht ganz zufrieden mit dem zweiten Platz an seinem Heimrennen. «Ich war etwas zu motiviert am Anfang und startete zu schnell und so musste ich am Schluss wirklich kämpfen um nicht zu viel zu verlieren», so das Clubmitglied des Rennveranstalters VC Steinmaur. Es motiviere ihn aber umso mehr, am Sonntag das Meistertrikot zu holen.

Für die Überraschung des Tages sorgte die Gewinnerin des Meistertitels in der Kategorie Frauen Elite. Triathletin Elena Hartmann konnte es noch Stunden nach ihrer Goldfahrt nicht glauben, was gerade passiert war. «Ich wusste, dass ich sehr fit bin und machte mir daher auch etwas Druck. Dass es jetzt wirklich für den Sieg gereicht hat, freut mich sehr», sagte die 32-Jährige aus Baar.

In der Kategorie Elite National sicherte sich Noah Bögli vor Claudio Imhof und Simon Vitzthum den Titel, nachdem er sich Imhof im Vorjahr noch hatte geschlagen geben müssen. Fabian Weiss setzte sich derweil im Rennen um den U23-Meistertitel vor seinem Tudor-Teamkollegen Nils Brun und Fabio Christen durch. Dessen jüngerer Bruder Jan Christen verteidigte seinen letztjährigen Titel bei den Junioren und feierte einen überlegenen Sieg vor Ilian Barhoumi und Tim Rey.

Bei den Juniorinnen gewann Fiona Zimmermann mit über einer Minute Vorsprung vor Janice Stettler und Noëlle Rüetschi Gold. Seit diesem Jahr gibt es bei den Frauen auch eine separate Kategorie für die U23-Fahrerinnen. Noemi Rüegg nutzte die Chance und sicherte sich an ihrem Heimrennen ihren ersten U23 Schweizer Meistertitel. Dahinter klassierten sich Linda Zanetti und Jasmin Liechti.

Beim Paracycling reüssierten Fabian Recher und Sandra Stöckli auf den Handbikes; Flurina Rigling und Timothy Zemp liessen sich im Standing als Gewinnerin respektive Gewinner feiern.

Am Samstag und am Sonntag werden in Steinmaur die Schweizer Meistertitel im Strassenrennen vergeben.

Die neue Titelträgerin Elena Hartmann, flankiert von Melanie Maurer (links) und Michelle Stark Bild: Buchli Fotografie

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