EM Monteceneri
Drittes Gold für die Schweiz nach souveräner Teamleistung
Geteilte Freude ist sechsfache Freude: Anina Hutter, Anja Grossmann und Ronja Blöchlinger (vorne von links) sowie Nicolas Halter, Vital Albin und Men Gygax (hinten von links) sichern der Schweiz an der Heim-EM Gold. Bild: Maxime Schmid
Das Schweizer Mountainbike-Nationalteam hat an den Europameisterschaften in Monteceneri erstmals seit sieben Jahren die Goldmedaille im Team Relay gewonnen. Nach zwei von vier Wettkampftagen steht die Schweiz mit einer erstklassigen Ausbeute da.
Das Resultat im Team Relay lässt sich als Spiegel der Nachwuchsförderung heranziehen. Denn nur, wer in allen drei Alterskategorien über eine kompetitive Athletin sowie einen kompetitiven Athleten verfügt, ist in der Lage, bei diesem Format zu reüssieren. Es erstaunt daher nicht, fährt die Schweiz in diesem Wettkampf immer vorne mit. Gänzlich aufgegangen jedoch war es der Auswahl an Europameisterschaften zuletzt nicht; der letzte Titel datierte von den Titelkämpfen des Jahres 2019 in Brünn – bis zu den Europameisterschaften in Monteceneri.
Die Auswahl mit Nicolas Halter, Men Gygax, Ronja Blöchlinger, Anina Hutter, Anja Grossmann und Vital Albin war am Freitag auf der technisch anspruchsvollen Strecke am Monte Tamaro deutlich stärker als die Gegnerschaft. Wie so oft wurde der grösste Teil der Differenz bei den Juniorinnen und den Junioren geschaffen; das Gefälle wird in der Regel mit zunehmendem Alter geringer. So nahmen Grossmann und Gygax der direkten Konkurrenz auf ihrer Runde jeweils rund 40 Sekunden ab.
Es sei immer schön, als Team zu gewinnen – „und vor Heimpublikum ist es noch schöner“, resümierte Elite-Athletin Ronja Blöchlinger, welche tags zuvor im Short Track auf dem Weg zu einem Medaillengewinn von einem technischen Defekt gestoppt worden war. Vital Albin war über die Kurzdistanz ein platter Reifen zum Verhängnis geworden; im Teamwettkampf hingegen sicherte er dem helvetischen Sextett als Schlussfahrer an seinem 28. Geburtstag den Sieg ab. Auch der Bündner sprach von „einem super Erlebnis, einmal nicht nur für sich selbst zu fahren, sondern gemeinsam mit anderen einen Sieg feiern zu können.“
Somit steht die Auswahl von Swiss Cycling nach zwei von vier Wettkampftagen mit dreimal Gold, fünfmal Silber und einmal Bronze da, was einer erstklassigen Ausbeute gleichkommt.
