#fastandfemaleSUI

Tour de Suisse à la #fastandfemaleSUI

#fastandfemaleSUI bot in diesem Jahr zahlreiche und vielseitige Möglichkeiten das Radfahren zu geniessen.

Das Projekt #fastandfemaleSUI wird in diesem Jahr vier Jahre alt. Was mit vereinzelten Frauenausfahrten auf der Strasse begonnen hat, ist nun viel mehr als nur das. Landesweit engagieren sich Hunderte von Velobegeisterten für das von Swiss Cycling gegründete Projekt. Von Amateurrennen über Velobörsen und Mechanikerinnenkurse bis hin zum exklusiven Frauen-Velofestival hat sich #fastandfemaleSUI zu einer vielfältigen Community entwickelt. Wir begeben uns auf eine Tour de Suisse ganz auf den Spuren von #fastandfemaleSUI.

Unsere Reise beginnt in der Romandie, genauer gesagt beim Centre Mondiale du Cyclisme in Aigle. Bei schönstem Wetter trafen sich im Juni MTB-Guide Myriam Saugy und sechs motivierte Teilnehmerinnen zu einem MTB-Workshop. «Es war ein toller Tag! Die Teilnehmerinnen waren alle sehr motiviert und gewannen durch den Kurs sehr viel Selbstvertrauen. Zwei meldeten sich nach dem Kurs sogar beim Grand Raid an», hält Myriam Saugy stolz fest. Sie sei von Anfang an Feuer und Flamme für den MTB-Workshop gewesen, denn ihr liege die Entwicklung des Frauenradsports mit all seinen Facetten am Herzen. Darum ist am 22. Oktober auch schon der nächste Technikkurs geplant.

La Reine Strictly Female

Unweit von Aigle wechseln wir von den dicken Pneus auf die dünn bereiften Rennräder. Zum vierten Mal fand in Gstaad La Reine Strictly Female – ein Velofestival nur für Frauen statt. Neben drei unterschiedlich anspruchsvollen Strecken, welche die Teilnehmerinnen mit oder ohne Zeitmessung absolvieren können, gibt es im Rahmenprogramm zahlreiche Workshops. Franziska Müller war im letzten Jahr eine der vielen Teilnehmerinnen. Was für sie als Experiment begonnen hat, geht in diesem Jahr mit Ambitionen weiter. «Im letzten Jahr ging es vor allem darum, mich leistungsmässig einzuordnen. Es hat mir aber sofort den Ärmel reingezogen, und in diesem Jahr habe ich mich sogar für die Zeitmessung angemeldet», sagt die Radfahrerin, welche durch LA REINE motiviert wurde, sich der #fastandfemale-Gruppe in Basel anzuschliessen. Franziska Müller betont die Wichtigkeit solcher Events: «Für viele Frauen kann ein solcher Anlass ein Türöffner sein, um eine gemeinsame Leidenschaft mit anderen zu teilen, aber vielleicht auch eine Chance, aus seiner eigenen Komfortzone auszubrechen.»

Tour de Berne 

Weiter geht es Richtung Nordosten nach Bern. Mit der Tour de Berne fand in diesem Jahr eine vielversprechende Premiere statt. Von Elitefahrerinnen und Nachwuchstalenten bis zu Anfängerinnen absolvierten alle möglichen Rennvelofahrerinnen die 40 Kilometer lange Strecke rund um Bern. Die Über 200 Anmeldungen übertrafen die Erwartungen der Organisatorinnen komplett, wie Mitinitiantin Aline Trede erzählt: «Weil es die erste Austragung war, wir kein Werbebudget hatten und der Zeitpunkt auch auf den Ferienanfang fiel, war unser Ziel, 100 Teilnehmerinnen am Start zu haben. Dass wir schliesslich so viele glückliche Gesichter im Ziel gesehen haben, war wirklich toll.» Der Ansturm auf das Rennen sei auch ein klares Zeichen, dass das Bedürfnis der Frauen sehr gross ist, ohne Druck ein Velorennen zu fahren. «Die Tour de Berne wird 2023 definitiv zurückkommen.»

Mechanikerinnen-Kurs 

Von Bern ist es ein Katzensprung nach Burgdorf. Dort organisierte #fast­andfemaleSUI im März einen Mechanikerinnen-Kurs. Melanie Clerc vom Rennshop Wüthrich zeigte nicht nur, wie man alltägliche Defekte behebt; die Teilnehmerinnen durften auch gleich sselber ihr Können testen. «Die meisten Teilnehmerinnen hatten keine Ahnung vom ‹Mechen›. Das war sehr cool, denn so lernten sie umso mehr», meinte Melanie Clerc zum ersten Kurs. «Die Gruppe schätzte es sehr, dass der Kurs von einer Frau geleitet wurde. Ich konnte den Frauen zeigen, dass sie in der Lage sind, ihr Velo selbst zu warten und die Reifen oder Bremsbeläge zu wechseln.»

Frauen-Velobörse 

Von Burgdorf zieht es uns vom einen Veloladen in den nächsten in Zürich. Die erste Velobörse für Frauen wurde im April zwar nicht von gutem Wetter begleitet, trotzdem war sie ein Erfolg. In Kooperation mit dem Veloladen Giannina Cycling stellten zahlreiche Frauen Kleider und Zubehör zum Verkauf zur Verfügung. Organisatorin Anna de Quervain zog nach der Börse ein sehr positives Fazit: «Trotz tiefen Temperaturen und Schneefall hatten wir viele Interessierte, die sich die Kleider und Accessoires anschauten.» Neben dem Verkauf sei für die Besucherinnen vor allem der Austausch mit anderen Velobegeisterten im Fokus gestanden. «Die Zusammenarbeit mit Giannina Cycling war für uns ein Vorteil. Erstens konnten die Besucherinnen die Kleider direkt im Geschäft anprobieren, und zweitens stand ihnen eine Expertin mit Tipps und Tricks zur Verfügung.» Nach der ersten erfolgreichen Velobörse folgt am 1. Oktober auch schon die zweite Edition – dieses Mal in Lausanne.

Tour de Suisse Women 

Hundert Kilometer östlich der ersten Velobörse in Zürich folgt ein weiterer Höhepunkt aus dem #fastandfemaleSUI-Jahreskalender. Nach der erfolgreichen Wochenendpremiere im letzten Jahr fand die Tour de Suisse Women in diesem Jahr über ganze vier Tage statt. Ein grosser und wichtiger Schritt für den Schweizer Frauenradsport, #fastandfemaleSUI, durfte da natürlich nicht fehlen. Über 20 Fahrerinnen aus verschiedenen #fastandfemaleSUI-Gruppen radelten gemeinsam zum ersten Etappenort Vaduz und feuerten die Rennfahrerinnen lautstark an. «Die Stimmung auf der Ausfahrt war super, und wir konnten uns gegenseitig gut vernetzen. In Vaduz gab es noch eine interessante Backstage-Führung von Oliver Senn. Alles in allem war das ein super organisierter Tag», resümiert Martina Haas. Sie ist Guide bei der #fastandfemaleSUI-Gruppe LadiesCrew Vaduz und bietet schon seit 2008 Frauenausfahrten an; sie ist also eine Art Vorreiterin der Frauenförderung.

… und es geht weiter!

Das Interesse wird von allen Seiten immer grösser, die Bekanntheit des Projekts steigt und inspiriert immer mehr Frauen, aufs Rad zu steigen. Der Frauenradsport entwickelt sich definitiv in die richtige Richtung. Egal, ob im Leistungssport oder im Breitensport: Hauptsache ist, die Freude am Radsport wird geteilt.

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