Weekend Wrap Up
Schmid in der Wüste und Baumann im Schnee nicht zu stoppen – Bahn-EM mit erfolgreichem Fazit
Setzt sich gegen routinierte Konkurrenz durch: Mauro Schmid holt sich bei der Muscat Classic einen prestigeträchtigen Sieg. Bild: Facebook/Muscat Classic
In diesem Gefäss werden die Radsport-Events des Wochenendes aus Schweizer Sicht zusammengefasst. Mauro Schmid gewinnt ein hochdotiertes Eintagesrennen im Oman, auch Steffi Häberlin überzeugt in der Wüste, Lisa Baumann wird Doppel-Doppelweltmeisterin.
Strasse: Schmid jubelt bei der Muscat Classic
Auf der arabischen Halbinsel gab es für die Schweiz Grund zum Jubeln. Am Freitag entschied Mauro Schmid die Muscat Classic für sich. Beim Eintagesrennen der zweithöchsten Kategorie liess der 26-jährige Zürcher namhaften Konkurrenten hinter sich und gewann den Schlusssprint nach 176 Kilometern gegen den Briten Adam Yates. Nach seinem zweiten Gesamtrang bei der Tour Down Under im Januar stellte Schmid somit erneut seine beeindruckende Frühform unter Beweis. Eine Pause gibt’s für ihn nicht; Schmid ist seit Samstag bei der Tour of Oman im Einsatz. In der zweiten Etappe am Sonntag stürmte er auf den guten 15. Rang. Die Tour läuft bis Mittwoch.
Strasse: Häberlin mit Achtungserfolg in den Emiraten
In den Vereinigten Arabischen Emiraten ging von Donnerstag bis Sonntag die UAE Tour der Frauen über die Bühne. Beim hochdotierten Mehrtagesrennen der World-Tour-Stufe setzte sich zum Schluss auch eine Schweizerin in Szene. Mit Rang 8 in der Schlussetappe, die mit einem heftigen Anstieg am Jebel Hafeet endete, sicherte sich Steffi Häberlin ebendiesen achten Rang im Gesamtklassement. Neben ihrem fünften Rang bei der Tour de Romandie Féminin im letzten Jahr ist dies das bislang beste Karrierergebnis der 28-Jährigen. Marlen Reusser musste die Tour nach einem Sturz in der zweiten Etappe abbrechen. Linda Zanetti fiel in der letzten Etappe vom 17. auf den 58. Gesamtrang zurück.
Snowbike: Baumann wiederholt Doppel-Gold-Coup im Snowbike
Lisa Baumann ist erneut doppelte Weltmeisterin im Snowbike. Die Westschweizerin schaffte es an den internationalen Titelkämpfen in Châtel (FRA), ihren Titel sowohl im Super-G als auch im Parallelslalom zu verteidigen. Seit der ersten Austragung der Snowbike-Weltmeisterschaften im Jahr 2024 hat Baumann fünf von sechs möglichen Titeln geholt.
Bahn: Erfolgreichste EM seit zehn Jahren
Das Schweizer Nationalteam reist aus Konya mit einer starken Bilanz ab: Eine Goldmedaille (Alex Vogel, Scratch) und zwei Silbermedaillen (Aline Seitz und dem Männer-Vierer) unterstreichen die gute Ausbeute des Swiss-Cycling-Teams. Aus Sicht des Verbandes waren es damit die erfolgreichsten Europameisterschaften der letzten zehn Jahre. Besonders beeindruckend waren zudem die neuen Landesrekorde: In der Mannschaftsverfolgung wurden die bisherigen Bestzeiten der Männer um über vier Sekunden und jene der Frauen um mehr als fünf Sekunden verbessert. Auch in der Einzelverfolgung fuhren Jasmin Liechti und Pascal Tappeiner jeweils in neuer Rekordzeit.
