WC Leogang

Flückiger siegt vor Schurter

Erster Saisonsieg: Nach einem harten Kampf mit Landsmann Nino Schurter setzt sich Mathias Flückiger durch. Bild: Maxime Schmid

Mathias Flückiger feiert im österreichischen Leogang den fünften Weltcup-Sieg im Cross-Country. Der 33-jährige Berner siegt vor Landsmann Nino Schurter.

Als Flückiger in der dritten von sechs Runden vehement angriff, vermochte ihm einzig Schurter zu folgen. Der Südafrikaner Alan Hatherly hielt den Rückstand zwar lange in Grenzen, es gelang ihm aber nicht, zu den beiden Schweizern aufzuschliessen.

Die Entscheidung um den Sieg fiel dann in der letzten Runde, und aufgrund der Eindrücke während des schwierigen Rennens setzte sich wenig überraschend Flückiger durch. Der Olympia-Zweite von Tokio und Gesamtweltcup-Sieger des vergangenen Jahres war bergauf sichtlich der Stärkste, von daher kam ihm die Strecke entgegen. Die Ziellinie passierte er sechs Sekunden vor Schurter und 39 vor Hatherly. Nicht am Start war der Brite Thomas Pidcock, der Gewinner der vorangegangenen beiden Rennen im Weltcup in dieser Disziplin – er nimmt an der Tour de Suisse teil.

„Es war mega hart“, sagte Flückiger gegenüber dem Schweizer Fernsehen. „Auf dieser Strecke gibt es selten eine Passage, in der man sich erholen kann. Nino hat das Rennen noch härter gemacht.“ Die beiden hatten sich schon an der letztjährigen WM im Val di Sole ein packendes Duell geliefert, damals mit dem besseren Ende für Schurter. Flückiger dachte während des Rennens „ein-, zweimal“ an die WM zurück. Das habe ihn etwas nervös gemacht, gab er zu. „Es tut sehr gut.“

Flückiger hatte bereits am Freitag im Short Race triumphiert, nachdem es ihm an den ersten drei Weltcup-Stationen in dieser Saison mit den Rängen 14, 13 und 6 im olympischen Cross-Country nicht wunschgemäss gelaufen war. In der Gesamtwertung verbesserte er sich in Leogang vom 7. in den 3. Rang.

Souverän angeführt wird diese von Schurter, der zum 60. Mal im Cross-Country den Sprung aufs Weltcup-Podest schaffte, zum vierten Mal in diesem Jahr nach den Plätzen 1, 2 und 3. „Ich fühlte mich heute gut“, sagte der 36-jährige Bündner. „Es ist sehr positiv zu werten, wenn ich auf einer solchen Strecke Zweiter werden kann. Sie ist nicht auf mich zugeschnitten. Darum bin ich sehr glücklich über den 2. Rang. Es war ein schönes Duell mit Mathias.“

Schurter konnte also gut damit leben, dass er sich den Rekord an Weltcup-Siegen (33) weiter mit dem Franzosen Julien Absalon teilt. „Die aktuelle Form stimmt mich zuversichtlich, dass ich den 34. Sieg noch holen kann“, sagte der neunfache Weltmeister. Es wäre beinahe schon kitschig, wenn ihm dies im nächsten Rennen gelingen würde, findet dieses doch am 10. Juli auf der Lenzerheide, in seiner Heimat, statt. Die dortige Strecke liegt ihm besser.

Bei den Frauen belegte Sina Frei als beste Schweizerin den 4. Rang; die 24-jährige Zürcherin wurde im letzten Anstieg von der Österreicherin Laura Stigger distanziert. Somit muss die Olympia-Zweite von Tokio weiter auf ihren ersten Podestplatz im Weltcup warten.

Einen überlegenen Sieg feierte die Französin Loana Lecomte. Die 22-Jährige liess schon bald ihre letzte Begleiterin stehen. Die Schwedin Jenny Rissveds konzentrierte sich darauf, Platz 2 abzusichern.

Jolanda Neff führte zunächst das Rennen an, brach aber ein und wurde zwischenzeitlich auf Platz 20 durchgereicht. Die Olympiasiegerin fing sich wieder und stiess noch in den 8. Rang vor. Unter anderen überholte sie Alessandra Keller (10.) und Linda Indergand (11.). Keystone-sda

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