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WM Sakarya

Ramona Forchini ist Marathon-Weltmeisterin

Bild: UCI

Die Schweizer Mountainbikerinnen glänzen an der Marathon-WM in der Türkei. Für Ramona Forchini findet eine schwierige Saison den bestmöglichen Abschluss.

Ramona Forchini hat an den Mountainbike-Marathon-Weltmeisterschaften in Sakarya die Goldmedaille gewonnen. Die Cross-Country-Spezialistin aus dem Kanton St. Gallen setzte sich im Nordwesten der Türkei auf der Zielgeraden gegen Ex-Weltmeisterin Maja Wloszczowska (36) aus Polen durch. Dass sie sich einer ausgezeichneten Verfassung erfreut, hatte Forchini bereits vor Wochenfrist an den Cross-Country-Europameisterschaften im Tessin angedeutet. Am Monte Tamaro reihte sich die 26-Jährige aus Wattwil im Toggenburg als Zwölfte ein.

Für Forchini handelte es sich um die erste Teilnahme an einem internationalen Marathon-Wettkampf. Entsprechend sei sie «ziemlich nervös» gewesen. «Ich hatte nicht gewusst, was mich erwarten würde», hielt sie fest. In den langen Aufstiegen übernahm sie jeweils die Führung und hielt das Tempo hoch. «Irgendwann waren wir nur noch zu dritt, danach noch zu zweit. In der Schlussphase versuchten Maja und ich es beide mit Attacken, aber es kam keine weg. Die Entscheidung fiel im Stadion, und da hatte ich zum Glück etwas mehr Reserven.»

Im Sommer war die U23-Weltmeisterin des Jahres 2015 durch einen hartnäckigen Infekt gebremst worden und hatte kaum richtig trainieren können. Es war Geduld gefragt, Forchini verbrachte zuweilen mehr Zeit im Liegestuhl als auf dem Velo. Nun hat das Pendel in die andere Richtung ausgeschlagen, Forchini die «Pandemie-Saison» auf bestmögliche Weise abgeschlossen. «Ich bin einfach super happy», lässt sie verlauten.

Bronze sicherte sich mit Ariane Lüthi ebenfalls eine Schweizerin. Für die 37-jährige Langdistanz-Spezialistin aus dem Berner Oberland, welche zum zehnten Mal an einer Marathon-WM antrat, handelt es sich nach zwei vierten Plätzen und einem fünften Rang um den ersten Medaillengewinn.

 

Maja Wloszczowska, Ramona Forchini, Ariane Lüthi (von links) Bild: UCI

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