WC Chongli
Das BMX-Nationalteam schreibt Geschichte
Das erste reine Schweizer Podest in der Geschichte des BMX-Weltcups: Mark Lüthi, Cedric Butti und Filib Steiner (von links). Bild: Nico van Dartel
An den Weltcuprennen im chinesischen Chongli geschieht Historisches: Cédric Butti, Mark Lüthi, Filib Steiner und Tristan Borel feiern einen Vierfachsieg, Butti avanciert zum vierten Schweizer Weltcupsieger in der Geschichte.
Die Schweizer BMX-Racer haben sich beim zweiten Weltcuprennen in Chongli in China auf den ersten vier Plätzen eingereiht. Cédric Butti setzte sich vor Mark Lüthi, Filib Steiner und Tristan Borel durch; in der ersten Kurve waren drei Athleten zu Fall gekommen. Der erst 19-jährige U23-Europameister Lüthi hatte vor den Rennen in Chongli primär aufgrund der laufenden Olympiaqualifikation entschieden, in die Elite-Kategorie zu wechseln.
Für den 27-jährigen Thurgauer Butti, der an den Olympischen Spielen 2024 den vierten Platz belegt hatte, war es der erste Weltcupsieg. Er setzte sich mit 0,319 Sekunden Vorsprung auf Lüthi durch. Butti ist nach dem rekonvaleszenten Simon Marquart, dem heutigen Nationaltrainer David Graf und Loris Aeberhard der vierte Schweizer in der Geschichte, welcher ein Weltcuprennen für sich zu entscheiden vermochte. Erstmals überhaupt waren sämtliche Podestplätze durch Schweizer Athleten belegt.
Die Schweizerinnen zeigten ebenfalls ausgezeichnete Leistungen. Zoé Claessens, die am Samstag Dritte geworden war, belegte am Sonntag den sechsten Rang. Nadine Aeberhard nähert sich Schritt für Schritt dem Podestplatz an. Am Samstag belegte die Bernerin Platz 5, tags darauf wurde sie Vierte.
«Unsere Athleten erwischten im Final einen sehr guten Start und waren daher auch nicht in den Sturz involviert. Das Resultat zeigt, welch grosses Potenzial vorhanden ist», sagt Nationaltrainer David Graf. «Cedric hat in den ersten Runden den einen oder anderen kleinen Fehler gemacht, im Final jedoch passte alles zusammen. Sein erster Sieg war überfällig.» Es sei wunderschön, ein solch historisches Rennen erleben zu dürfen, sagte der Winterthurer. Tage wie dieser würden den Beteiligten viel Selbstvertrauen verleihen, und das könne im weiteren Verlauf der Olympiaqualifikation noch sehr wichtig werden.
Weiter geht es am Wochenende vom 31. Oktober/1. November mit dem Weltcupfinal in Sarasota (USA). sda/SC
