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Nationalkader

Swiss Cycling optimiert die Nachwuchsförderung

Polycyclid zum Erfolg: Ab 2027 werden die U19-Ausdauer-Nationalteams (im Bild der Bahnvierer auf dem Weg zu WM-Silber) wie jene auf Stufe U17 disziplinenübergreifend geführt. Bild: Urs Breitenmoser

Die Kaderselektion des nationalen Radsportverbandes im Hinblick auf die Saison 2027 offenbart eine hohe Leistungsdichte. Signifikante Anpassungen gibt es im Nachwuchsbereich. Die Ausdauer-Nationalteams in den Kategorien U17 und U19 werden professioneller betreut als je zuvor, Kern des Fördermodells ist die ganzheitliche Begleitung der Talente.

Swiss Cycling blickt auf eine überaus erfolgreich verlaufene Saison zurück. Allein in den olympischen Radsporten haben unsere Athletinnen und Athleten an Welt- und Europameisterschaften über 40 Medaillen gewonnen. Wie hoch die Leistungsdichte ist, offenbarte sich bei der Selektion der Kader für das kommende Jahr. Trotz strenger Kriterien – im MTB zum Beispiel braucht es für die Aufnahme ins A-Kader einen Top-15-Platz im Weltcup – sind die Gefässe reichlich gefüllt. «Wir sind erstklassig aufgestellt und freuen uns auf die nächste Saison mit den Cycling Championships in der Haute-Savoie als wunderbarem Höhepunkt», resümiert Leistungssportchef Patrick Müller.

Damit die Schweiz den Vergleich mit den grossen Nationen auch künftig nicht zu scheuen brauchen wird, bedarf es einer Optimierung der Nachwuchsförderung im Ausdauerbereich. So werden die U17- und die U19-Kader nicht mehr als herkömmliche Nationalkader, sondern als Teams geführt; pro Kategorie und Geschlecht wird ein disziplinenübergreifendes Nationalteam für die Sportarten Bahn, MTB Cross-Country, Radquer und Strasse gebildet. Ist der polycyclide Ansatz auf Stufe U17 längst Standard, kommt dies auf Stufe U19 einer zusätzlichen Neuerung gleich.

Für jene Athletinnen und Athleten, welche für ein Nationalteam selektioniert werden, ergeben sich markante Änderungen. So besteht die Möglichkeit, die Trainingsplanung durch die Nationaltrainerin bzw. den Nationaltrainer erstellen zu lassen. Zudem werden sie sich das Nationalteam-Trikot nicht nur an WM und EM, sondern ganzjährig überstreifen. Drittens beinhaltet das Angebot eine weitreichende Karriereberatung. Überdies besteht die Vision, dass die Nationalteam-Mitglieder dereinst von Swiss Cycling und seinen Partnern mit dem nötigen Material ausgestattet werden.

Hintergrund dieser Anpassungen ist der Fakt, wonach der Einstieg in den Profiradsport immer früher erfolgt, die finanzkräftigen Strassenteams bereits 16-Jährige verpflichten und diesen dadurch Entwurzelung, Überforderung und letztlich ein frühes Karriereende droht. «Ziel ist, unseren Athletinnen und Athleten eine Basis zu vermitteln, welche es ihnen erlaubt, langfristig das Maximum aus sich herauszuholen. Wir sind der tiefen Überzeugung, dass sie bis zum Übertritt in die U23-Kategorie in den Schweizer Strukturen am besten aufgehoben sind», sagt Patrick Müller.

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