WM Wallis 2025
Stimmungsvolles Mountainbike-Fest im Wallis mit erstklassigem Auftritt des Schweizer Nationalteams
Bild: Maxime Schmid
8 Sportarten, 14 Schweizer Medaillen, Zehntausende Zuschauende und ein nachhaltiges Vermächtnis: Die ersten kombinierten Mountainbike-Weltmeisterschaften im Wallis lassen sich über die hervorragenden sportlichen Darbietungen hinaus als Erfolg betrachten.
Die Schweiz hat ihren Status als Mountainbike-Nation in den vergangenen zwei Wochen zementiert. Hervorragend organisierte Wettkämpfe, attraktive Strecken und Anlagen sowie Athletinnen und Athleten, welche die Massen mit inspirierenden Darbietungen zu begeistern vermochten – die ersten kombinierten Mountainbike-Weltmeisterschaften verliefen überaus erfolgreich. Es verging kaum ein Tag ohne Schweizer Podestpräsenz; die Spanne reichte von der beeindruckenden Short Track-Demonstration der Mitfavoritin Alessandra Keller bis zum völlig überraschenden Silbermedaillengewinn der zuvor weitgehend unbekannten Marathonspezialistin Anna Weinbeer.
Unter dem Strich resultierten aus 25 Entscheidungen 14 Medaillen, im olympischen Cross-Country waren es bei sieben Entscheidungen deren fünf. Nino Schurter, der erfolgreichste Mountainbiker in der Geschichte, schaffte an seinen letzten Titelkämpfen nochmals den Sprung auf das Podest; mit Camille Balanche und Linda Indergand verabschiedeten sich weitere langjährige Leistungsträgerinnen mit inspirierenden Darbietungen von der ganz grossen Bühne. Gleichzeitig rollten neue Gesichter ins Scheinwerferlicht – allen voran U23-Athlet Finn Treudler, welcher die Konkurrenz im Cross-Country förmlich deklassierte, nachdem er sich wenige Tage zuvor im Short Track dem siegreichen Franzosen Adrien Boichis nur um Haaresbreite hatte geschlagen geben müssen. «Dass wir in allen Alterskategorien vorne dabei sind, hat viel mit der Kontinuität in unserer Nachwuchsförderung zu tun. Dieses Nationalteam wird uns noch weit über die Weltmeisterschaften im Wallis hinaus viel Freude bereiten», hält Sportchef Patrick Müller fest.
Die spezifische Nachwuchsförderung im Wallis ist lanciert
Aus der Perspektive von Swiss Cycling ist neben dem sportlichen Erfolg auch die Nachhaltigkeit des Grossanlasses von höchster Relevanz. Dank den Begleitmassnahmen konnte das Wallis als Mountainbike-Region ganzheitlich erschlossen werden. Rund um den im Hinblick auf die Titelkämpfe eröffneten Stützpunkt ist eine Struktur entstanden, welche den Kanton zu einer Vorzeigedestination werden lässt und mittelfristig zu reichlich Walliser Nachwuchs in den Kadern des nationalen Radsportverbandes führen dürfte. «Die hervorragende, überaus effiziente Zusammenarbeit zwischen Valais Wallis Promotion, dem Walliser Radsportverband und Swiss Cycling sowie das leidenschaftliche Engagement des lokalen Organisationskomitees um Präsident Steve Morabito und Direktor Julien Hess haben diese Weltmeisterschaften zu einem ebenso stimmungsvollen wie hochklassigen Bike-Fest werden lassen», sagt Swiss Cycling-Geschäftsführer Thomas Peter, der geistige Vater des kombinierten WM-Formats.
Nach der Heim-WM 2025 ist vor der Heim-EM 2026
Die Mountainbike-Nation Schweiz wird auch künftig als Gastgeberin internationaler Titelkämpfe auftreten – konkret bereits im nächsten Sommer wieder. Ende Juli/Anfang August 2026 werden die Europameisterinnen und Europameister im Tessin ermittelt. Austragungsort ist Rivera in der Gemeinde Monteceneri, am Fuss des Monte Tamaro gelegen. Es handelt sich um eine Neuauflage der Europameisterschaften 2020, die wegen der Corona-Pandemie im Herbst stattfanden.
Zeitlich ungleich weiter entfernt sind die Cycling Championships 2035. Die Weltmeisterschaften, welche sämtliche Radsportarten zusammenbringen, erlebten vor zwei Jahren in Glasgow ihre Premiere. Es gibt Bestrebungen, die Multisportveranstaltung in die Schweiz zu holen; die Kantone Genf, Waadt und Wallis arbeiten an einer Kandidatur. Es liegt auf der Hand, dass bei der Durchführung der Mountainbike-Wettkämpfe die eine oder andere Walliser Destination zum Zug käme. Was mit wundervollen Perspektiven verbunden ist, wie sich in den letzten 14 Tagen gezeigt hat.
