U19/U23 EM Anadia
Schweizer Nachwuchs überzeugt mit starken Leistungen
Der Juniorenvierer mit Noa Gremaud, Jonathan Rinner, Max Priemer und Noah Schnyder stellte gleich zwei Mal einen neuen Schweizer Rekord auf. Bild: Yücel Cakiroglu
Die Nachwuchs-Europameisterschaften auf der Bahn in Anadia endeten für das Schweizer Team zwar ohne Edelmetall – dafür mit mehreren Schweizerrekorden und vielversprechenden Perspektiven. Mehrfach fehlten nur wenige Zentimeter zum Podest, was das Potenzial der jungen Athletinnen und Athleten eindrucksvoll unter Beweis stellt.
Die U23- und Junioren-Europameisterschaften im portugiesischen Anadia boten spannenden Bahnradsport und intensive Wettkampftage. Das Schweizer Team präsentierte sich in allen Kategorien von seiner starken Seite und verpasste Medaillen jeweils nur knapp. Der Juniorenvierer mit Noa Gremaud, Jonathan Rinner, Max Priemer und Noah Schnyder stellte sowohl in der Qualifikation als auch in der First Round neue Schweizerrekorde auf und zog verdient ins kleine Finale um Bronze ein. Dort mussten sie sich Deutschland geschlagen geben und belegten den undankbaren, aber starken vierten Rang.
Noah Schnyder verpasste auch im Omnium das Podest hauchdünn: Beim letzten Sprint des Punktefahrens wurde er noch abgefangen und klassierte sich punktgleich mit dem Drittplatzierten auf Rang vier. In den U23-Scratch-Rennen sprinteten sowohl Lorena Leu als auch Victor Benareau ebenfalls auf den vierten Platz – die Medaille war jeweils nur wenige Zentimeter entfernt. Bei den Juniorinnen zeigte Elia Marthe im Punkterennen eine starke Leistung und wurde ebenfalls Vierte.
Trotz der verpassten Podestplätze fällt die Bilanz von Bahn-Nationaltrainer Tristan Marguet positiv aus: «Mit den Schweizer Rekorden in der Mannschaftsverfolgung haben wir gezeigt, dass wir gut gearbeitet haben und uns definitiv nicht verstecken müssen. Die vielen vierten Plätze sind etwas schade, aber das müssen wir akzeptieren. Natürlich wären wir gerne mit einigen Medaillen nach Hause gefahren, aber die konstanten Leistungen zeigen, dass diese in Zukunft kommen werden.»
Für das U19-Team stehen Ende August die Bahn-Weltmeisterschaften in Apeldoorn an. Für die U23-Fahrerinnen und -Fahrer beginnen in den nächsten Wochen die ersten Vorbereitungen für die Elite-Weltmeisterschaften im Oktober.
