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SM Courtételle

Premieren für Liechti und Christen

Jan Christen triumphiert erstmals in der Elite-Kategorie. Bild: Maxime Schmid

Anlässlich der Schweizer Meisterschaften im Zeitfahren haben Jasmin Liechti und Jan Christen in Courtételle bei Delémont erstmals den
Titel gewonnen.

Der Aargauer Jan Christen verwies den Thurgauer Stefan Bissegger an den Schweizer Meisterschaften im Zeitfahren auf dem 32,6 km langen Parcours in einem hochklassigen Vergleich um sechs Sekunden auf den zweiten Rang. Bronze durfte sich wie vor Jahresfrist der Jurassier Yannis Voisard umhängen lassen. Der sechsfache Schweizer Meister Stefan Küng reihte sich mit 43 Sekunden Rückstand auf Christen als Vierter ein.

Für den 32-jährigen Thurgauer war es der erste Wettkampf, seit er sich Ende Februar bei einem Sturz im „Omloop Het Nieuwsblad“ in Belgien einen Oberschenkelbruch zugezogen hatte. „Dieses Rennen gibt mir viel Selbstvertrauen; es zeigt mir, dass ich auf dem richtigen Weg bin“, liess Küng verlauten.

Titelverteidiger Mauro Schmid lag nach der Hälfte des Pensums in Führung, fiel auf der zweiten Schlaufe jedoch auf Platz 5 zurück. Er sei wohl etwas zu motiviert ins Rennen gestiegen und nach der ersten Runde förmlich „explodiert“, hielt der Zürcher Unterländer fest.

Christen wiederum, welcher am Freitag seinen 22. Geburtstag feiert, sagte, er sei „happy, dass es aufgegangen ist. Ich war nicht sicher, wie gut ich den Giro d’Italia verarbeitet hatte. Nun bin ich gespannt, wie mein neues Trikot aussehen wird und freue mich darauf, es an der Polen-Rundfahrt erstmals zu tragen.“

In Abwesenheit von Titelverteidigerin Marlen Reusser liess sich mit Jasmin Liechti die Favoritin als Meisterin feiern. Die U23-WM-Silbermedaillengewinnerin der Weltmeisterschaften 2024 in Zürich setzte sich mit anderthalb Minuten Vorsprung auf Steffi Häberlin durch; Bronze sicherte sich Lea Fuchs.

Für Liechti handelt es sich um das dritte Erfolgserlebnis innert weniger Tage. Am Sonntag beendete die 23-jährige Bernerin die Tour de Suisse nach hervorragenden Darbietungen auf Rang 15, am Dienstag liess sie sich an den Schweizer Meisterschaften auf der Offenen Rennbahn in Oerlikon die Goldmedaille in der Einzelverfolgung umhängen.

Natürlich sei es schade, dass Reusser auf die Titelverteidigung verzichtet habe, sagte Liechti. „Aber ich bin happy und werde das Trikot mit viel Motivation tragen – im Wissen, dass noch ein Stück fehlt bis zu Marlen, und in der Hoffnung, eines Tages in der Lage zu sein, gegen Marlen um das Trikot zu fahren.“

Am Samstag, wenn gleichenorts die Medaillen im Strassenrennen vergeben werden, wird auch Tour de Suisse-Siegerin Reusser am Start stehen.

Winter und Wirz gewinnen in der höchsten Nachwuchsklasse

In der U23-Kategorie liess Mara Winter die Konkurrenz deutlich hinter sich. Die 20-jährige Bündnerin, bis anhin vornehmlich auf dem Mountainbike zuhause, setzte sich mit gut 40 Sekunden Vorsprung vor ihren Nexetis-Teamkolleginnen Lea Huber und Anina Hutter durch. Seitens der Männer verwies der Freiburger Simon Wirz den Aargauer Jan Huber und den Mountainbike-Spezialisten Nicolas Halter auf die Ränge 2 und 3.

An Anja Grossmann gab es bei den Juniorinnen erwartungsgemäss kein Vorbeikommen; die talentierte Zentralschweizerin reüssierte mit über eine Minute Differenz vor Elia Marthe und Valentine Rousseaux. Im Rennen der Junioren hingegen fiel die Entscheidung denkbar knapp aus – zu Gunsten von Marwan Barhoumi. Der Freiburger bewältigte die 16,3 km lange Runde drei Sekunden schneller als der Walliser Antoine Salamin; Bronze liess sich Gian Müller umhängen.

In Courtételle wurden auch die Meistertitel im Para-Cycling vergeben. In der Kategorie Handbike setzte sich Favorit Fabian Recher durch; der Berner Oberländer verwies Micha Wäfler und Felix Frohofer auf die Plätze 2 und 3. Seitens der Frauen liess sich Sandra Fuhrer als Landesmeisterin feiern. In der Kategorie Standing schwangen Dreirad-Spezialistin Celine van Till und Quirin Lutz obenaus.

Am Wochenende werden in Courtételle die Champions im Strassenrennen ermittelt.

Die neue Meisterin Jasmin Liechti, flankiert von Steffi Häberlin (links) und Lea Fuchs. Bild: Maxime Schmid

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