Weekend wrap-up
Gold und Bronze an der Pumptrack-WM, gute Leistungen auf der Strasse
Glanzvoller Auftritt in China: Tristan Borel holt Bronze, Nadine Aeberhard schlüpft erstmals ins Regenbogentrikot. Bild: Moonhead Media / Velosolutions
In diesem Gefäss werden die Radsport-Events des Wochenendes aus Schweizer Sicht zusammengefasst. Nadine Aeberhard und Tristan Borel glänzen in Peking auf dem Pumptrack, die MTB-Spezialistinnen und Spezialisten überzeugen in Bern auf dem Gravel-Velo, Stefan Küng beschliesst die Saison in Les Herbiers auf dem Podest.
MTB Pumptrack: Aeberhard wird erstmals Weltmeisterin
BMX-Olympiateilnehmerin Nadine Aeberhard hat an den Pumptrack-Weltmeisterschaften in Peking die Goldmedaille gewonnen. Die 24-jährige Bernerin, in den Jahren 2019 und 2024 jeweils Zweite geworden, setzte sich im Final mit acht Hundertstel Vorsprung auf Titelverteidigerin Sabina Kosarkova aus Tschechien durch. Die dreifache Weltmeisterin Christa von Niederhäusern landete auf Rang 4. Seitens der Männer reihte sich Tristan Borel als Dritter ein. Der Waadtländer hatte sowohl 2019 in Oberried bei Bern als auch vor Jahresfrist in Monthey jeweils die Silbermedaille gewonnen.
MTB Enduro: Forlin und Frei landen in den Top Ten
Junior Noe Forlin und Juniorin Elena Frei sind anlässlich der Enduro-Weltmeisterschaften in Finale Ligure jeweils auf Rang 8 gefahren. Für das beste Schweizer Resultat in der Elite-Kategorie war Urien Minuty besorgt, der Unterwalliser landete auf Platz 18.
Bahn: Liechti in der Verfolgung auf Rang 6, Andres/Seitz im Madison auf Platz 9
An den Bahn-Weltmeisterschaften in Schanghai ist es dem Schweizer Nationalteam nur in einzelnen Rennen gelungen, an den erstklassigen Darbietungen der EM vom Februar in der Türkei anzuknüpfen. Jasmin Liechti reihte sich in der Einzelverfolgung als Sechste ein; den kleinen Final verpasste die Bernerin um 3,7 Sekunden. Die Olympiateilnehmerinnen Michelle Andres und Aline Seitz bewegten sich im Madison lange in den Top 5, ehe sie in der Schlussphase noch etwas an Terrain einbüssten und das hochklassige Rennen auf Platz 9 beendeten.
Gravel: Huber und Forster holen bei der SM-Premiere Gold
An den ersten Schweizer Meisterschaften in der Sportart Gravel, welche am Samstag im Rahmen des Gravel Festival Bern ausgetragen wurden, haben Lea Huber und Lars Forster den Titel gewonnen. Die 22-jährige Aargauerin Huber, welche im Sommer U23-Europameisterin im Short Track geworden ist und im Herbst an der Strassen-WM in Montreal teilgenommen hat, setzte sich nach einer Fahrzeit von gut zwei Stunden zwei Sekunden vor der MTB-WM-Dritten Nicole Koller und 17 Sekunden vor der Spezialistin Elena Hartmann durch. Seitens der Männer erwies sich Routinier Lars Forster als stärkster Sprinter unter den MTB-Spezialisten; der St. Galler liess seinen Nationalteam-Kollegen Filippo Colombo, Fabio Püntener, Vital Albin und Luca Schätti auf der Zielgeraden das Nachsehen.
Strasse: Froidevaux sprintet in China auf Rang 5
Anlässlich der Tour of Guangxi ist die World Tour-Saison zu Ende gegangen. Robin Froidevaux, der einzige Schweizer im Feld, sprintete in der zweiten von sechs Etappen der Rundfahrt im Süden Chinas auf Platz 5.
Strasse: Hirschi fährt in Venetien auf Rang 5
Marc Hirschi hat die Saison am Sonntag anlässlich der zur Pro Series gehörenden Veneto Classic von Cittadella nach Bassano del Grappa auf Rang 5 beendet. Bereits in den Pro Series-Rennen in der Region Venetien vom letzten Mittwoch vermochten sich die Schweizerinnen und Schweizer positiv in Szene zu setzen. Fabio Christen reihte sich im Giro del Veneto als Vierter ein, Noemi Rüegg belegte bei «Veneto Women» den fünften Platz. Marlen Reusser trug massgeblich zum Triumph ihrer Teamkollegin Liane Lippert bei und landete selbst auf Rang 7.
Strasse: Küng rollt in Frankreich auf das Podest
Stefan Küng hat das traditionsreiche Einzelzeitfahren «Chrono des Nations» (Kategorie 1.1) als Dritter beendet. Der Thurgauer musste auf dem 45 km langen Parcours in Les Herbiers südlich von Nantes lediglich dem überlegenen Weltmeister Remco Evenepoel und dem Australier Jay Vine den Vortritt lassen. Junior Antoine Salamin landete auf Rang 4, der Walliser verpasste den Sprung auf das U19-Podest um sechs Sekunden.
Radquer: Kuhn reüssiert vor Treudler, Desprez siegt erneut
Kevin Kuhn hat das zum Swiss Cyclocross Cup gehörende Alperosequer in Schneisingen gewonnen. Der 28-jährige Zürcher Oberländer setzte sich mit 59 Sekunden Vorsprung auf Finn Treudler durch, nachdem er sich dem fünf Jahre jüngeren Teamkollegen vor Wochenfrist bei der Ouvertüre in Steinmaur noch hatte geschlagen geben müssen. Bei den Frauen triumphierte wie in Steinmaur die Französin Lison Desprez; die 19-Jährige verwies die Luzernerin Rebekka Estermann auf Rang 2.
