EM Konya
Die erfolgreichste EM seit einem Jahrzehnt
Nationaltrainer Tristan Marguet „schreit“ den Männer-Vierer förmlich zum Silbermedaillengewinn. Bild: Arne Mill
Platz 7 im Frauen-Madison zum Abschluss, drei Medaillen und vier Landesrekorde für die Geschichte: Die Auswahl von Swiss Cycling ist an den Bahn-Europameisterschaften in der Türkei über sich hinausgewachsen.
Am Schlusstag der Bahnrad-Europameisterschaften im türkischen Konya haben sich Michelle Andres und Lorena Leu im Madison auf Rang 7 eingereiht. Während geraumer Zeit war das Duo in einem hochwertig besetzten Wettkampf auf Platz 6 klassiert gewesen; kurz vor Schluss erfolgte ein Rundenverlust. Noah Bögli und Matteo Constant landeten derweil auf Rang 9.
Das Schweizer Nationalteam verlässt Konya dank dem neuen Scratch-Europameister Alex Vogel, Aline Seitz und dem Männer-Vierer mit einer goldenen und zwei silbernen Medaillen; resultatmässig waren es aus der Optik von Swiss Cycling die erfolgreichsten Europameisterschaften seit zehn Jahren. An der EM 2016 in Paris hatte die Schweiz zwei Titel und eine silberne Auszeichnung gewonnen. Die Titelkämpfe fanden damals nur wenige Wochen nach den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro statt, was zur Folge hatte, dass mehrere starke Nationen ohne ihre Aushängeschilder antraten.
Die Schweizer Bilanz in Konya darf sich auch in Anbetracht der realisierten Landesrekorde sehen lassen. In der Mannschaftsverfolgung wurden die nationalen Bestmarken jeweils in zwei Schritten um über vier (Männer) respektive fünf Sekunden (Frauen) verbessert, in der Einzelverfolgung wurden sowohl Jasmin Liechti als auch Pascal Tappeiner in Rekordzeit gestoppt.
Michelle Andres (links) und Lorena Leu fahren im Madison auf Rang 7. Bild: Arne Mill
