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EM Monteceneri

Am Schlusstag zündet das MTB-Nationalteam ein Feuerwerk

Teamspirit 2.0: Die U23-Auswahl von Swiss Cycling feiert ihre Medaillengewinnerinnen Anina Hutter (Mitte), Fiona Schibler und Elina Benoit. Bild: Maxime Schmid

Dreifachsieg bei den U23-Athletinnen, Doppelsieg bei den Elite-Athletinnen, Bronzemedaillengewinn bei den Elite-Athleten: Das Schweizer Mountainbike-Nationalteam sorgt an den Europameisterschaften im Tessin für einen glanzvollen Abschluss.

16 Medaillen in 13 Wettkämpfen, darunter 6 goldene Plaketten: Die Auswahl von Swiss Cycling hat an den Mountainbike-Europameisterschaften auf der ganzen Linie überzeugt. Und es hätte gar noch besser kommen können, wären die Schweizer Elite-Athleten am Sonntag im Cross-Country nicht mit derart vielen zeitraubenden Zwischenfällen konfrontiert gewesen. Dario Lillo, Luca Schätti und kurz vor Schluss auch Mathias Flückiger fielen nach Stürzen oder Defekten in aussichtsreichen Positionen aus den Medaillenrängen; einzig Fabio Püntener kam ohne erwähnenswertes Missgeschick durch. Der Urner durfte sich letztlich Bronze umhängen lassen; geschlagen wurde er vom Briten Charlie Aldridge und vom Italiener Juri Zanotti. Für Püntener ist es der erste Medaillengewinn an einem internationalen Grossanlass.

Wenige Stunden zuvor hatten die Schweizerinnen die Konkurrenz auf der überaus anspruchsvollen Strecke am Monte Tamaro in Grund und Boden gefahren. Anina Hutter, Fiona Schibler und Elina Benoit feierten in der U23-Kategorie einen Dreifachsieg. „Es ist unglaublich schön, wenn man sich gemeinsam mit den Teamkolleginnen über einen Erfolg freuen kann“, resümierte die 21-jährige Bündnerin Hutter, welche sich früh abgesetzt und den Wettkampf mit über einer Minute Vorsprung gewonnen hatte.

Wäre Jenny Rissveds nicht gewesen, hätten die Schweizerinnen das Podest auch in der Elite-Kategorie für sich beansprucht. Die Weltcup-Leaderin aus Schweden jedoch verwies Nicole Koller auf den vierten Platz; Ronja Blöchlinger belegte den sechsten Rang. Gold und Silber durften sich wie am Donnerstag im Short Track Sina Frei und Alessandra Keller umhängen lassen. In der Nacht vor dem Wettkampf habe sie von der Strecke geträumt, während des Rennens sei sie früh in den Flow gekommen, sagte die Zürcherin Frei, welche als Doppel-Europameisterin zur grossen Figur der Titelkämpfe im Sottoceneri avancierte.

In der gegenwärtigen Verfassung gehört die Olympiasilbermedaillengewinnerin von Tokio 2021 auch im Hinblick auf die Weltmeisterschaften von Ende August in Val di Sole (ITA) zum engsten Kreis der Favoritinnen. Selbiges lässt sich auch von der zweimaligen Silbermedaillengewinnerin Keller sagen, welche in der zweiten Saisonhälfte oft noch einen Zacken zuzulegen vermag.

Zweimal angetreten, zweimal gewonnen – Sina Frei erfreut sich einer beneidenswerten Verfassung. Bild: Maxime Schmid

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