Swiss Cycling
Kathrin Stirnemann übernimmt die Bikerinnen, Michael Albasini verlässt Swiss Cycling
Bild: Etienne Bornet
Die im September angekündeten strukturellen Optimierungen haben auch personelle Änderungen zur Folge. Kathrin Stirnemann übernimmt ab 2025 das MTB-Nationalteam der Frauen, Edi Telser konzentriert sich auf die Ämter Headcoach und Nationaltrainer Frauen Strasse. Michael Albasini verlässt Swiss Cycling auf eigenen Wunsch. Noch unklar ist, wer an seiner Stelle das Strassen-Nationalteam der Männer betreuen wird.
Im Rahmen der Weltmeisterschaften in Zürich gab Swiss Cycling bekannt, die Bemühungen in den Kategorien U17 und U19 im Hinblick auf die Saison 2025 zu verstärken sowie auf U17-Ebene ein die Sportarten Bahn und BMX Racing verbindendes Schnellkraftprojekt zu lancieren. Die Massnahmen beruhen auf Erkenntnissen, die bei der Analyse der vergangenen Saisons gewonnen worden waren. In der Zwischenzeit sind die Strukturen entsprechend angepasst und die Aufgaben mehrerer Nationaltrainerinnen und Nationaltrainer neu definiert worden. Gleichzeitig kommt es im Betreuerstab zu zwei Abgängen. So verlässt Michael Albasini nach vier Jahren als Elite- und U23-Nationaltrainer der Männer Swiss Cycling auf eigenen Wunsch. Der Thurgauer wird ab 2025 beim in der Schweiz lizenzierten Pro-Team Q36.5 als Sportlicher Leiter amten; die Nachfolgereglung ist im Gang. Ebenfalls den Punkt setzt Thomas Scheurer; der Zürcher hat zehn Jahre lang das Junioren-Nationalteam auf der Strasse betreut.
Edi Telser, bis anhin Headcoach sowie Frauen-Nationaltrainer in den Sportarten Mountainbike und Strasse, gibt das MTB-Amt an Kathrin Stirnemann ab. Unterstützt wird die Aargauerin in den Nachwuchskategorien von Léna Mettraux; die Waadtländerin mit Vergangenheit auf dem Bike und auf der Bahn hatte im Frühling ihre Aktivkarriere beendet und stösst neu zum Trainerstab von Swiss Cycling. Keine Änderungen gibt es bei den männlichen Mountainbikern: Beat Müller betreut weiterhin die Elite, Martin Gujan ist für die Kategorien U23 und U19 verantwortlich.
Kneisky und Dovat leiten das neue Schnellkraftprojekt
Die Zusammenarbeit mit Bahn-Nationaltrainer Morgan Kneisky, der vor Jahresfrist für das Olympiaprojekt in den Massenstartdisziplinen verpflichtet worden war, wird fortgesetzt; der Franzose leitet zudem in Kooperation mit BMX-Nachwuchstrainer Joachim Dovat das Schnellkraftprojekt auf Stufe U17. Hinter dessen Lancierung findet sich das Bestreben, eine Lücke in den Olympischen Sportarten zu schliessen, nimmt doch Swiss Cycling mit dieser Massnahme die Sprintdisziplinen auf der Bahn erstmals in sein Förderprogramm auf.
Einer der Kernpunkte, die aus eingangs erwähnter Analyse hervorgegangen sind, ist der Fakt, wonach die Begleitung der 15- bis 18-jährigen Talente intensiviert und die Kontinuität erhöht werden muss – insbesondere auf der Bahn und auf der Strasse. Daher werden die Athletinnen und Athleten in diesen beiden Sportarten künftig von ihrem Einstieg ins U17-Nationalkader bis zu ihrem Austritt aus dem U19-Nationalkader von den gleichen Trainern betreut. Bei den Männern wird die Aufgabe von Julien Bossens, bei den Frauen von Tristan Marguet übernommen.
Unverändert bleibt der Betreuerstab im BMX Racing; die Verantwortung obliegt David Graf (Elite und U23) sowie Joachim Dovat (U19 & U17). Andreas Kugler amtet weiterhin als Radquer-Nationaltrainer und ist bei der U17-Auswahl wie gehabt für die Offroad-Disziplinen zuständig. „Finden wir für die Vakanz auf der Strasse eine gute Lösung, sind wir für den bevorstehenden Olympiazyklus bestens aufgestellt. Die Mischung zwischen Kontinuität und neuen Impulsen stimmt“, hält Leistungssportchef Patrick Müller fest. „Michael Albasini und Thomas Scheurer möchte ich für ihr Engagement herzlich danken und wünsche ihnen für die Zukunft alles Gute.“
Die Nationalkader umfassen rund 300 Athletinnen und Athleten
Die in der vergangenen Woche erfolgte Kaderselektion bewegt sich im gleichen Rahmen wie im Vorjahr. Rund 300 Athletinnen und Athleten verfügen über einen Nationalkaderstatus, gut 70 Prozent davon absolvieren die meisten ihrer Wettkämpfe in einer olympischen Sportart. Der Frauenanteil liegt über sämtliche Sportarten betrachtet bei etwas weniger als einem Drittel.
