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Swiss Cycling Weekly

WM-Hauptprobe im Wallis, Strassen-SM in Genf

Die starken Schweizer (hier Marcel Guerrini) treten im Weltcup vor Heimpublikum an. Bild: Maxime Schmid

Am Wochenende ist die Cross-Country-Weltelite in Crans-Montana zu Gast. Derweil werden auf den Strassen rund um Aire-la-Ville nationale Champions ermittelt.

Die Schweiz gehört nicht nur bezüglich des sportlichen Erfolgs, sondern auch als Eventveranstalterin zu den führenden MTB-Nationen. Von 2015 bis 2023 wurden in Lenzerheide ebenso stimmungsvolle wie hochwertige Rennen durchgeführt – mit den Weltmeisterschaften 2018 als Höhepunkt. Nun kommt es am Wochenende zur Premiere in Crans-Montana. Das Heimspiel auf dem Walliser Hochplateau ist zugleich die Hauptprobe für das Gipfeltreffen des kommenden Jahres, finden doch im Spätsommer 2025 die ersten kombinierten Mountainbike-Weltmeisterschaften in der Geschichte im Wallis statt. Eröffnet werden die Wettkämpfe am Freitag mit den Short Track-Rennen der U23-Kategorie, abgeschlossen am Sonntag mit den Eliterennen im olympischen Cross-Country. Die Perspektiven der Einheimischen sind insbesondere in der Elite-Kategorie der Männer ausgezeichnet, haben sich doch am letzten Wochenende in Val di Sole beim Solosieg von Nino Schurter gleich fünf Schweizer Athleten unter den besten zwölf klassiert.

In Lenzerheide werden Downhill-Champions ermittelt

Auch ohne Weltcupveranstaltung steht das Programm in Lenzerheide im Zeichen des Mountainbikesports. Am Wochenende finden auf der bewährten Strecke am Rothorn anlässlich des «Bike Kingdom Feast»-Festivals gleich zwei hochklassige Downhill-Wettkämpfe statt. Am Samstag werden auf der Bündner Hochebene die Schweizer Meisterschaften durchgeführt, tags darauf werden Europacup-Konkurrenzen ausgetragen. An den nationalen Titelkämpfen werden die Nachfolgerin von Camille Balanche und der Nachfolger von Marius Perraudin gesucht; die erfahrene Weltklasseathletin aus dem Neuenburger Jura und der aufstrebende Athlet aus dem Unterwallis haben sich vor Jahresfrist in Leysin durchgesetzt. Im Europacup trifft die helvetische Elite auf starke internationale Konkurrenz. Unter vielen anderen hat sich die amtierende Weltmeisterin Valentina Höll aus Österreich eingeschrieben.

Strasse: Die SM-Medaillen werden im westlichsten Zipfel des Landes vergeben

Von Donnerstag bis Sonntag werden die Landesmeisterschaften auf der Strasse in Aire-la-Ville ausgetragen. Die Elite-Strassenrennen werden auf der Webseite von RTS live übertragen.

Die Zeitfahren stehen am Donnerstag auf dem Programm, die Strassenrennen am Samstag und am Sonntag – und das alles im westlichsten Zipfel des Landes: Aire-la-Ville, im Genfer Hinterland gelegen, führt die ersten im französischsprachigen Teil der Schweiz stattfindenden Schweizer Meisterschaften seit den Titelkämpfen des Jahres 2016 in Martigny durch. Der veranstaltende Sprinter Club Lignon feiert im Rahmen des Events seinen 50. Geburtstag. Sämtliche Wettkämpfe werden auf einem 15 Kilometer langen Rundkurs ausgetragen. Haupthindernis ist die Côte de Russin mit einer Länge von 960 Metern bei einer Steigung von durchschnittlich 5,8 Prozent. Bei den Frauen fehlt die an einem Infekt leidende Marlen Reusser, die Rolle der Favoritin gebührt zumindest im Strassenrennen der mit dem Rundkurs bestens vertrauten Genferin Elise Chabbey. Derweil es im Zeitfahren der Männer zum Vergleich zwischen Stefan Bissegger und Stefan Küng kommen dürfte, ist die Ausgangslage im Massenstartrennen offen. Wer die Elite-Strassenrennen am Samstag (Frauen) und Sonntag (Männer) verfolgen möchte, kann dies entweder an der Strecke oder vor einem Bildschirm tun; auf der Webseite des Westschweizer Fernsehens RTS werden die Wettkämpfe live übertragen.

BMX Freestyle: Ducarroz kämpft in Budapest um das Ticket nach Paris

Am Wochenende findet in Ungarns Hauptstadt der zweite und letzte Olympia-Qualifikationswettkampf im BMX Freestyle statt. Bei diesen «Qualifiers» werden pro Geschlecht sechs Startplätze vergeben.

An den Olympischen Spielen in Paris werden im BMX Freestyle je zwölf Athletinnen und Athleten um Edelmetall kämpfen. Die Vergabe dieser Startplätze ist komplex. So wird die eine Hälfte der Tickets – deren sechs pro Geschlecht – aufgrund der Resultate in den zwei sogenannten «Qualifiers» ausgestellt; für die andere Hälfte werden die Ergebnisse an den Weltmeisterschaften der Jahre 2022 und 2023 herangezogen. Nikita Ducarroz reihte sich Mitte Mai beim ersten Qualifikationswettkampf in Schanghai als Siebte ein. Vor der schweizerisch-amerikanischen Doppelbürgerin waren gleich drei Chinesinnen klassiert, in Paris dürfen pro Nation maximal zwei Athletinnen antreten. Gelingt es der Bronzemedaillengewinnerin von Tokio am Wochenende beim zweiten Qualifikationsevent in Budapest, ihren sechsten Platz im bereinigten Ranking zu halten oder zu verbessern, reist sie nach Paris. Die Qualifikation findet am Freitag statt, der Final steht am Samstag auf dem Programm.

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