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Wie soll ich mich auf Reisen ernähren?

Bild: Maxime Schmid

Entscheidet sich eine Sportlerin oder ein Sportler, an einem Wettkampf oder Trainingslager im Ausland teilzunehmen, so ist es vorteilhaft, sich bereits vorgängig Gedanken zu Ernährung vor, während und nach der Reise zu machen. Eine gute Vorbereitung ist das A und O, damit man sich vor Ort auf das Wesentliche konzentrieren kann.

Bei einer langen Flugreise mit Zeitumstellung sollte die Ernährung im Flugzeug bereits auf die Essenszeiten am Zielort angepasst werden. Um zusätzlich jegliches Risiko für Magen-Darm-Probleme zu vermeiden, können eigene Esswaren mitgebracht werden, damit man nicht auf die Verfügbarkeiten des Fluganbieters angewiesen ist. Dies gilt insbesondere für Personen mit Unverträglichkeiten. Zusätzlich hilft eine regelmässige Flüssigkeitszufuhr, die Schleimhäute als Abwehrschranke für Viren und Bakterien intakt zu halten. Koffein und Alkohol sollten während des Flugs nicht konsumiert werden.

Einmal vor Ort angekommen, gilt: «Cook it, peel it or leave it!” für alle Lebensmittel, um reise- oder hygienebedingte Erkrankungen zu vermeiden. Je nach Destination muss auf die Zufuhr von Leitungswasser sowie auf die Verwendung von Eiswürfeln verzichtet werden. Das Einhalten der gängigen Hygienemassnahmen wie Händedesinfektion ist auch hier zu beachten.

Für das Trainingslager oder den Wettkampf sind eigene Sportgetränke und Nahrungsergänzungsmittel mitzubringen. Hier gilt es die Einfuhrbestimmungen des Ziellandes zu beachten. Auf keinen Fall sollten im Ausland neue Produkte gekauft werden, weil die Reinheit der Produkte bezüglich Kontamination mit Dopingsubstanzen nicht gewährleistet ist. Bei extremen klimatischen Verhältnissen sind zusätzliche Massnahmen nötig, um dem Körper die Akklimatisierung zu erleichtern und die optimale Leistungsfähigkeit zu gewährleisten. Das Wichtigste dabei ist, die Flüssigkeitszufuhr den jeweiligen äusseren Bedingungen anzupassen.

Zur Autorin

Als Leichtathletin lief Joëlle Flück, Jahrgang 1986, an den Schweizer Meisterschaften mehrfach aufs Podest. Als Wissenschaftlerin mit Doktorat in Sporternährung berät die Solothurnerin das Frauennationalteam von Swiss Cycling. Als Kolumnistin schreibt sie über Strategien rund um Kalorien.

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