WM Saint-Quentin-en-Yvelines

Vitzthum verbessert den Schweizer Rekord, Ganna den Weltrekord

Simon Vitzthum auf dem Weg zum Schweizer Rekord. Bild: Frontalvision

Ausnahmekönner Filippo Ganna gewinnt an der Bahn-WM in Weltrekordzeit Gold in der Einzelverfolgung. Simon Vitzthum wird mit Landesrekord Fünfter.

An den Bahn-Weltmeisterschaften in Saint-Quentin-en-Yvelines (FRA) hat Simon Vitzthum den Schweizer Rekord in der Einzelverfolgung auf 4:07,326 Sekunden verbessert. Der 27-jährige St. Galler unterbot den aus dem Vorjahr stammenden Bestwert des Thurgauers Claudio Imhof in einem hochklassigen Wettkampf um 28 Hundertstel, die hervorragende Leistung bescherte ihm Platz 5. Um sich in der Agglomeration von Paris für den kleinen Final zu qualifizieren, hätte Vitzthum 62 Hundertstel schneller fahren müssen.

„Das war ein richtig guter Lauf. Ich habe meine Bestmarke um drei Sekunden gesenkt und bin sehr zufrieden. Nun geht es darum, den Schwung ins Omnium mitzunehmen“, sagte der ehemalige Mountainbiker, welcher seit drei Jahren Bahn-Wettkämpfe bestreitet und in Frankreich erstmals an internationalen Titelkämpfen für die Einzelverfolgung nominiert worden war. Claudio Imhof erreichte in 4:09,824 Minuten den neunten Platz.

Filippo Ganna liess sich derweil zum fünften Mal als Weltmeister feiern. Der Italiener, auf der Strasse zweifacher Zeitfahr-Weltmeister, benötigte für die 4000 Meter 3:59,636 Minuten – und ist damit neuer Weltrekordhalter. Ganna unterbot die Marke von Ashton Lambie um knapp drei Zehntel, der US-Amerikaner hatte den Wert im Vorjahr in Aguascalientes (MEX) auf über 1800 Metern über Meer realisiert.

Die rasante Entwicklung im Bahn-Radsport lässt sich anhand eines Vergleichs mit dem bis anhin letzten Schweizer Bahn-Weltmeister Stefan Küng illustrieren. 2015 hatten dem Thurgauer auf der Bahn in Saint-Quentin-en-Yvelines 4:18,915 Minuten zum Gewinn der Goldmedaille gereicht.

Valère Thiébaud belegte im vom Niederländer Yoeri Havik gewonnenen Punktefahren den zehnten Platz. Er habe ein, zwei Fehler gemacht, sei ansonsten jedoch ein solides Rennen gefahren, resümierte der Neuenburger. Aline Seitz reihte sich im Omnium beim Sieg der US-Amerikanerin Jennifer Valente auf Rang 14 ein.

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