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WC Snowshoe

Schurter fährt erneut nur knapp am Rekordsieg vorbei

Der Weltmeister an der Spitze: Nino Schurter hat in Snowshoe viel Führungsarbeit verrichtet. Bild: Ego-Promotion

Auch im elften Anlauf seit dem letzten Weltcupsieg vor mehr als zwei Jahren will es nicht klappen: Nino Schurter erleidet beim Final in Snowshoe mit dem 33. Weltcupsieg vor Augen einen Defekt und wird Vierter. Weiter trennt den Bündner ein Sieg vom Rekord von Julien Absalon.

In Abwesenheit des Olympiasiegers Tom Pidcock und des Niederländers Mathieu van der Poel musste NIno Schurter im US-Bundesstaat West Virginia im Finish aufgrund eines platten Vorderreifens dem Amerikaner Christopher Blevins, dem Rumänen Vlad Dascalu und dem Tschechen Ondrej Cink den Vortritt lassen. Mathias Flückiger, der bereits vor dem Rennen als Gesamtweltcupsieger festgestanden war, belegte als zweitbester Schweizer den 16. Rang. Auch der Berner war infolge eines Defekts aus dem Kampf um den Tagessieg gefallen.

Vor dem bitteren Materialschaden hatte Schurter das Tempo an der Spitze lange mitdiktiert und Mitte der Schlussrunde zum vermeintlich entscheidenden Angriff angesetzt. Statt dem 35-jährigen Bündner, der Absalons Bestmarke seit nunmehr zwei Jahren und zwei Monaten hinterherjagt, jubelte überraschend Blevins. Für den 23-Jährigen aus Colorado, der sein Potenzial Ende August mit dem Gewinn des WM-Titels im Short Track angedeutet hatte, war es der erste Weltcupsieg.

Am Ende war Schurter in den USA der grosse Pechvogel. Davor hatte er aber zunächst selbst von Defekten bei der Gegnerschaft profitiert. Bereits in der ersten Runde fiel Flückiger wegen eines platten Reifens aus der Entscheidung, wenig später musste auch der Franzose Victor Koretzky aufgrund eines „Plattens“ abreissen lassen.

Koretzky wäre wohl Schurters gefährlichster Gegner in dem bei den Fahrern wenig geliebten Rennen in den USA gewesen. Der endschnelle Südfranzose hat den Schweizer im diesjährigen Weltcup zweimal auf den letzten Metern auf den 2. Platz verwiesen, zuletzt vor zwei Wochen in Lenzerheide. In Snowshoe führte ihn eine beeindruckende Aufholjagd zumindest noch auf den 8. Platz.

Neben Schurter, Flückiger, Koretzky und dem Brasilianer Henrique Avancini, der bis in die Schlussrunde ebenfalls zur Spitzengruppe gehört hatte, kam auch Filippo Colombo nicht unbeschädigt durchs Rennen. Der 23-jährige Tessiner, der nach einer Verletzung zum Saisonbeginn immer stärker wurde und am Freitag zum ersten Mal im Short Track auf das Podest gestiegen ist, erlitt in Runde 2 einen Kettenriss und rannte zunächst zu Fuss weiter. Schliesslich gab er aber auf.

Mathias Flückiger hatte seinen Gesamtsieg schon am Freitag im Short Track fixiert. Der 32-jährige Olympia- und WM-Zweite aus dem Oberaargau ist der vierte Schweizer Gesamtweltcupsieger nach Thomas Frischknecht, Christoph Sauser und Schurter. sda

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