Swiss Cycling Guide

Sattelfest auf Tour

Bild: zvg

Ob Mountainbike, E-Bike, Gravel-Bike oder Rennvelo: Swiss Cycling Guide Kurt Ladner weiss, wo es am schönsten ist und wie die Tour zum sicheren Vergnügen wird. Auf was muss ich bei einer alpinen Bike-Tour achten und wie halte ich auf einer Familientour die Kinder bei Laune? Kurt Ladner zeigt sechs Touren und gibt nützliche Tipps zur Planung und zur Verbesserung der Fahrtechnik.

Einfache Tour

Glarner Flowtrail – Abfahrtsspass auf über sechs Kilometern für jegliches Niveau.

 

Kurt Ladners Tipps:

  • Die Schutzausrüstung gehört zu jeder Bike-Tour dazu: Helm, Brille, Handschuhe, Knie- und eventuell Ellbogenschoner.
  • Im Aufstieg muss das Körpergewicht der Steilheit angepasst verlagert werden. Mit dem Gesäss im Sattel bleiben, damit genug Gewicht auf dem Hinterrad ist und die Traktion nicht verloren geht. Den Oberkörper Richtung Lenker nach vorne beugen, um ein Abheben des Vorderrads zu vermeiden.
  • Auf der Abfahrt auf eine horizontale Kurbelposition achten, um nicht an Hindernissen wie Steinen aufzusetzen. Federelemente öffnen.
  • Ellbogen und Beine sind angewinkelt, damit sie als «natürliches Dämpferelement» genutzt werden können (die sogenannte Gorilla-Position). Der Körper ist zentral über dem Bike und wird nur in sehr steilen Passagen nach hinten verlagert.
  • Die Hände gehören fest an den Lenker, gebremst wird mit dem Zeigefinger.

Familien Bike-Tour

Rundtour im Berner Westen – für einen abwechslungsreichen und entspannten Familienausflug.

 

Kurt Ladners Tipps:

  • Distanz- und Höhenmeter auf keinen Fall zu ambitioniert planen, um eine Überforderung zu vermeiden. Besser immer Reserven einplanen.
  • Bereits bei der Planung sollten die Möglichkeiten geprüft werden, wo die Tour bei Bedarf problemlos abgekürzt oder abgebrochen werden kann.
  • Bauen Sie verschiedene attraktive Etappenziele mit genügend langen Pausen ein, damit die Motivation immer hoch bleibt.
  • Früchte, Gummibärchen oder Nusstörtli können Wunder bewirken.
  • Mit dem Abschleppseil (zum Beispiel Towwhee, Trax, Shotgun, Kidreel, BikeZipper) kann man die Kinder bei Bedarf im Aufstieg unterstützen, in der Abfahrt abbremsen.
  • Die Schutzausrüstung gehört zu jeder Bike-Tour dazu: Helm, Brille, Handschuhe und eventuell Knie- und Ellbogenschoner.

E-Bike-Tour

Sulzfluhtrail – Panorama, Murmeltiere und ein Traumtrail im Prättigau.

 

Kurt Ladners Tipps:

  • Dank des Elektromotors bringt man mehr Kraft aufs Pedal. Damit das Hinterrad in steilen Aufstiegs-Passagen nicht die Traktion verliert, mit dem Gesäss im Sattel bleiben, um möglichst viel Gewicht aufs Hinterrad zu bringen.
  • Durch das Zusatzgewicht des E-Bikes verlängert sich der Bremsweg, insbesondere auf losem Untergrund und in steilem Abfahrtsgelände – es gilt dies unbedingt mit einer defensiven Fahrweise zu berücksichtigen.
  • Ist der Akku leer, wird die Tour schnell zur Tortur. Nehmen Sie sich genug Zeit für die Tourenplanung und berechnen Sie mit Hilfe eines der zahlreichen Online-Reichweitenrechners (zum Beispiel Bosch), ob die E-Bike-Leistung für die geplante Tour ausreicht. Prüfen Sie, ob es unterwegs Lademöglichkeiten gibt, und planen sie genügend Reserve ein.
  • Nicht vergessen: Seit 2022 gilt in der Schweiz auch tagsüber eine Lichtpflicht für E-Bikes.

Alpine Bike-Tour

Piz Clünas – der alpine Mountainbike-Klassiker im Unterengadin.

 

Kurt Ladners Tipps:

  • Eine gute Selbsteinschätzung ist in den Bergen noch wichtiger als sonst. Tasten Sie sich Schritt für Schritt an die Herausforderung heran und planen Sie genügend Reserven ein.
  • Bereits bei der Planung sollten die Möglichkeiten geprüft werden, wo die Tour bei Bedarf problemlos abgekürzt oder abgebrochen werden kann.
  • In den Bergen kann das Wetter sehr schnell umschlagen, Temperaturstürze sind nicht aussergewöhnlich. Eine angemessene Wetterschutzbekleidung gehört immer in den Bike-Rucksack.
  • Das Schuhwerk sollte über eine profilierte und griffige Gummisohle verfügen, um in Trage- oder Schiebepassagen die nötige Trittsicherheit zu haben.
  • In der Planung den Energiehaushalt berücksichtigen: Wo kann ich Wasser nachfüllen? Gibt es unterwegs Einkehrmöglichkeiten oder muss ich das Essen mitnehmen? Auch hier gilt: Reserven einplanen.

Gravel-Bike-Tour

Appenzeller Vorderland – auf einer Entdeckungstour zwischen Alpenrhein, Bodensee und Alpsteinmassiv.

 

Kurt Ladners Tipps:

  • Egal, wohin die Tour führt und wie lange sie dauert, einige Dinge gehören immer in die Hüft- oder Satteltasche: Multifunktions-Werkzeug, leistungsfähige Pumpe, Ersatzschlauch, Pneuhebel, Windjacke, Erste-Hilfe-Kit.
  • Die Sicherheitsausrüstung ist Pflicht: Fahrradhelm, Brille, Handschuhe.
  • Mit dem Gravel-Bike gibt es hinsichtlich Streckenwahl kaum Einschränkungen. Es lohnt sich deshalb, bei der Routenplanung immer auch Alternativen zu prüfen, durch die man nach Lust und Laune die Tour abkürzen oder verlängern kann.
  • In der Planung den Energiehaushalt berücksichtigen: Wo kann ich Wasser nachfüllen? Gibt es unterwegs Einkehrmöglichkeiten oder muss ich das Essen mitnehmen? Es gilt Reserven einzuplanen.

Rennvelo-Tour

Zentralschweiz – eine Tour bei der die weniger bekannten Ägeri- und Siehlsee zusammen mit dem Ibergereggpass die Hauptrolle spielen.

 

Kurt Ladners Tipps:

  • Klingt banal, geht im Geschwindigkeitsrausch aber manchmal vergessen: Die allgemeinen Verkehrsregeln sind für die Sicherheit aller zwingend immer zu beachten.
  • Andere Verkehrsteilnehmende unterschätzen das Tempo von Rennvelos oft. Die höhere Geschwindigkeit erfordert von Radfahrenden besonders vorausschauend zu fahren und die Fehleinschätzungen anderer Verkehrsteilnehmer zu antizipieren.
  • Um die eigene Sichtbarkeit zu erhöhen, wird ein Tagfahrlicht empfohlen – am besten Vor- und Rücklicht.
  • Egal, wohin die Tour führt und wie lange sie dauert, einige Dinge gehören immer in die Trikot- oder Satteltasche: Multifunktions-Werkzeug, leistungsfähige Pumpe, Ersatzschlauch, Pneuheber, Windjacke, Erste-Hilfe-Kit.
  • Diese Sicherheitsausrüstung ist Pflicht: Fahrradhelm, Brille, Handschuhe.
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