Tour de Suisse

Küng büsst Terrain ein, Thomas vor dem Gesamtsieg

Die Schweizer Stefan Kueng (Groupama-FDJ), Roland Thalmann (Swiss Cycling) und Michael Schaer (AG2R Citroen Team) (von links) auf der siebten Etappe von Ambri (Schweiz) nach Malbun (Liechtenstein). Bild: Keystone

Stefan Küng büsst im Kampf um einen Podestplatz an der Tour de Suisse am zweitletzten Tag Zeit ein. Geraint Thomas steigt als Favorit auf den Gesamtsieg ins abschliessende Zeitfahren, obwohl der Kolumbianer Sergio Higuita in Malbun das Leadertrikot übernommen hat.

Die 7. Etappe brachte erneut einen Leaderwechsel. Sergio Higuita löste den Dänen Jakob Fuglsang als Führender ab. Der 24-Jährige vom Team Bora-Hansgrohe dürfte aber am Sonntag im Kampf um den Gesamtsieg dennoch chancenlos sein. Denn der Brite Geraint Thomas, im Normalfall der klar stärkere Zeitfahrer als der Kolumbianer, liegt in der Gesamtwertung nur zwei Sekunden hinter Higuita. Der vormalige Leader Jakob Fuglsang folgt mit 19 Sekunden Rückstand auf Platz 3.

Geraint Thomas hatte 2015 hinter dem Slowenen Simon Spilak bereits einmal Platz 2 in der Gesamtwertung belegt. Nun ist der Teppich für den 36-Jährigen vom Team Ineos Grenadiers, der auch vom Ausfall des eigentlichen Leaders Adam Yates profitiert, ausgerollt. Bringt er auf den 25,6 km mehrheitlich flachen Kilometern nur einigermassen eine gute Leistung hin, dann dürfte der Tour-de-France-Gewinner von 2018 erstmals auch auf Schweizer Strassen triumphieren.

Dahinter darf sich Stefan Küng weiterhin Hoffnungen auf einen Podestplatz machen – auch wenn diese für den schweizerisch-liechtensteinischen Doppelbürger am Samstag kleiner geworden sind. Der Thurgauer blieb am Schlussanstieg zwar bis 2,8 km vor dem Ziel an der Gruppe der Favoriten dran, verlor am Ende aber als 18. 1:40 Minuten auf Higuita. In der Gesamtwertung liegt Küng als Siebter nun 2:19 Minuten zurück.

Auch wenn der Rückstand auf den ersten Blick gross erscheint, mit einem guten Tag liegt ein Sprung nach vorne durchaus drin. Higuita nahm Küng zum Beispiel an der Algarve-Rundfahrt diesen Frühling in einem leicht längeren Zeitfahren fast zweieinhalb Minuten ab. Und mit Ausnahme von Thomas sind die Konkurrenten vor ihm alles keine Spezialisten in Prüfungen gegen die Uhr.

 

Text: Keystone-SDA

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