EM Glasgow

Keine EM-Medaille für Stefan Küng

Arne Mill

Enttäuscht: Stefan Küng wider den Erwartungen an den Europameisterschaften in Glasgow. Bild: © Arne Mill

Stefan Küng musste sich beim Einzelzeitfahren an den Europameisterschaften in Glasgow mit einer Platzierung abseits des Podests begnügen.

Der Thurgauer verlor auf den gut 45 km in und um Glasgow 44 Sekunden auf den belgischen Titelverteidiger Victor Campenaerts und klassierte sich nur auf dem 7. Platz. Silber ging mit 0,63 Sekunden Rückstand an den Spanier Jonathan Castroviejo, den Zeitfahr-Europameister von 2016. Dritter wurde der Deutsche Maximilian Schachmann.

„Es ist nicht das Resultat, welches ich zum Ziel hatte. Ich wollte klar eine Medaille gewinnen, aber ich war heute nicht auf dem Niveau der Besten“, sagte Küng, keine Ausrede suchend. Für den 24-Jährigen aus Wilen bei Wil, dem 17 Sekunden zur Bronzemedaille fehlten, war es die zweite Enttäuschung hintereinander in seiner Spezialdisziplin. Schon am vorletzten Tag der Tour de France hatte im 31 km langen Zeitfahren nach Espelette anstatt einer Toprangierung nur der 12. Platz herausgeschaut.

Er müsse das Rennen noch eingehend analysieren, meinte Küng wenige Minuten nach seiner Zielankunft, aber vielleicht habe er sich tatsächlich noch nicht ganz erholt von der Tour. Dafür spreche auch, „dass ich immer einen Gang kleiner als beabsichtigt fahren musste. Das Rennen ist eine gute Referenz. Ich war zum Glück nicht zwei Minuten weg von den Besten.“

Für Küng sind die Europameisterschaften in Schottland damit zu Ende. Auf einen Einsatz im Strassenrennen verzichtet der Thurgauer BMC-Profi, welcher ab nächstem Montag die Benelux-Rundfahrt bestreitet, in welcher am zweiten Tag in Venray ein Zeitfahren über 13 km stattfindet.

Bei den Frauen beendete Nicole Hanselmann, die einzige Schweizerin am Start, das Rennen unter 34 Teilnehmerinnen im 18. Rang. Auf die Siegerin büsste die Aargauerin 3:29 Minuten ein.

sda
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