WM Flandern

Hervorragende Vorstellung ohne Happyend

Auf der Flucht: Mauro Schmid hat aus der Spitzengruppe heraus attackiert. Bild: Frontalvision

Die Schweizer U23-Athleten präsentieren sich an der WM in Flandern in ausgezeichneter Verfassung. Mauro Schmid greift nach dem Titelgewinn, setzt alles auf eine Karte, wird jedoch kurz vor Schluss gestellt.

In der Schlussphase des von vielen Stürzen geprägten U23-Rennens an der WM in Flandern sah es danach aus, als würde Mauro Schmid in die Fussstapfen von Marc Hirschi treten, welcher vor drei Jahren in Innsbruck WM-Gold gewonnen hatte. Der Zürcher Unterländer vermochte sich rund 17 km vor dem Ziel aus der Favoritengruppe zu lösen, die Distanz belief sich auf maximal 15 Sekunden. Schmid wäre wohl als Solist ins Ziel gekommen, wenn das holländische Quartett nicht konsequent nachgeführt (und den eigenen Sprinter abgehängt) hätte. Profiteur des orangen Schnellzugs war letztlich Filippo Baroncini, dessen Attacke unmittelbar nach der Einholung Schmids erfolgte. Der Italiener wurde Weltmeister, Fabio Christen, Alexandre Balmer und Schmid landeten mit zwei Sekunden Rückstand auf den Rängen 16, 23 und 28.

Er sei mit dem Ziel nach Flandern gekommen, das Strassenrennen zu gewinnen, sagte Schmid, welcher im Mai eine Giro-Etappe gewonnen hatte und daher als Mitfavorit gestartet war. „In der ersten Hälfte des Rennens musste ich wegen vor mir gestürzter Fahrer mehrfach Löcher zufahren. Da liess ich womöglich etwas viel Kraft liegen“, liess der 21-Jährige verlauten. „Ich hatte aber gute Beine, und viel hat am Ende nicht gefehlt.“

Glück im Unglück für Markwalder

Das U19-Rennen, auf einem zuweilen engen Stadtrundkurs in Löwen ausgetragen, verlief ähnlich hektisch; es kam zu zahlreichen Stürzen. Jan Christen erreichte das Ziel mit der ersten grösseren Gruppe als bester Schweizer auf Platz 26; auf den siegreichen Norweger Per Strand Hagenes verlor der Aargauer 24 Sekunden.

Glück im Unglück hatte Yanis Markwalder. Der Thurgauer kollidierte mit der offenen Türe des dänischen Begleitautos, welches in der Verpflegungszone angehalten hatte, obwohl das nicht erlaubt ist. Markwalder erlitt eine leichte Gehirnerschütterung und multiple Prellungen, aber keine Knochenbrüche.

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