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Nachwuchs

Gujan: «Die Neugier ist in diesem Alter ziemlich gross»

Martin Gujan (links, hier mit Trainerkollege Julien Bossens): „Unter dem Strich geht es darum, die Basis zu legen, die Jungen mit dem Drumherum des Radsports vertraut zu machen.“ Bild: zvg

Die U17-Talentcamps finden in diesem Jahr aufgrund der Pandemie nicht in Tenero, sondern in Grenchen statt. U17-Nationaltrainer Martin Gujan, welcher die Camps gemeinsam mit seinem Trainerkollegen Julien Bossens und Nachwuchschef Hans Harnisch leitet, spricht über die Arbeit mit den 20 U17-Athleten und die Auswirkungen der Pandemie auf das Trainingsprogramm.

Das U17-Camp mit den Jungs ist vorbei. Wie fällt die erste Bilanz aus?
Martin Gujan: Sehr positiv. Wir konnten das umsetzen, was wir auch in Tenero umgesetzt hätten; das Programm stiess bei den Teilnehmern auf reges Interesse.

Wie hat sich die Corona-Pandemie auf Gestaltung und Umsetzung des Programms ausgewirkt?
Sicher nicht negativ, weil wir als Leistungssportler bereits in grösseren Gruppen trainieren dürfen. Ich würde sogar von positiven Auswirkungen sprechen, weil wir in Grenchen Radsport-spezifischer arbeiten konnten, als dies in Tenero der Fall gewesen wäre.

Worauf habt ihr in der vergangenen Woche das Hauptaugenmerk gelegt?
Auf die technische Ausbildung in den einzelnen Sportarten. Auf der Strasse haben wir beispielsweise das Windschattenfahren angeschaut, auf dem Bike ging es um fahrtechnische Elemente. Auf der Bahn wiederum haben wir ihnen die Disziplin Madison näher gebracht. In den Theorieblöcken ging es um sportwissenschaftliche Themen, da haben wir mit Beiträgen aus der Swiss Cycling-Insights-Serie gearbeitet.

Wie sprechen die jungen Athleten auf das polycyclide Programm an – wie kommen sie mit neuen Elementen zurecht?
Ausgezeichnet, die Neugier ist in diesem Alter ziemlich gross – und der Wille, Neues zu erlernen, sich dadurch zu verbessern, ist bereits vorhanden.

Was ist im U17-Alter entscheidend, worauf muss man bei der Trainingsgestaltung achten?
Uff, da könnte ich vieles aufzählen. Unter dem Strich geht es darum, die Basis zu legen, die Jungen auf die nächste Stufe vorzubereiten, sie mit dem Drumherum des Radsports vertraut zu machen. Wir haben ihnen zum Beispiel gezeigt, wie man Bidons aus dem Auto holt und wie der Radwechsel während eines Rennens abläuft. Es handelt sich um viele kleine Sachen, die man beherrschen muss, wenn man vorwärts kommen will.

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