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Top Tour

Engadin Radmarathon

Vom Nufenen bis Bodensee, vom Engadin bis zum Wallis, von Ambri bis Bern: Die Veranstaltungen der Swiss Cycling Top Tour sind faszinierend und vielseitig wie die Schweiz. Was sei eint, ist eine Organisation auf höchstem Niveau – der Engadin Radmarathon findet am Sonntag 7. Juli 2019 in Zernez GR statt.

In den frühen Morgenstunden mitten durch den Schweizerischen Nationalpark, eine spektakuläre Tunnel-Passage, ein Abstecher nach Italien, vorbei an den Gletschern der Bernina, Höchstgeschwindigkeit im Engadin und wer dann noch nicht genug hat, mit Flüela und Albula zwei Klassiker für Rennradfahrer – kein Wunder, dass der Engadin Radmarathon, in diesem Jahr am 7. Juli ausgestragen, längst selbst ein Klassiker ist. In Zernez – perfekter Ausgangspunkt auch für Touren zum Beispiel Richtung Umbrail und Stelvio – dreht sich im Sommer alles um den Radsport. «Wir liegen zwar mitten im Hochgebirge, aber trotzdem so zentral, dass es unzählige Variationen für Rennradtouren gibt», sagt Fabian Schorta, OK-Chef des Engadin Radmarathon. «Und das macht auch unser Rennen aus: Die kurze Strecke ist schon mega spektakulär, aber vom Anspruch noch nicht die ganz grosse Challenge. Perfekt, um sich mal an seinen ersten Radmarathon in den Alpen zu wagen», sagt Schorta. «Der zweite Teil der Langstrecke ist dann schon was für Experten und eigentlich an sich schon einen eigenen Radmarathon wert.»

« Es gibt das volle Gänsehautprogramm der Alpen »

Fabian Schorta, OK-Chef Engadin Radmarathon

Und Schorta weiss, wovon er spricht: Wann immer es seine Zeit als Tourismuskoordinator der Gemeinde Zernez zulässt, ist er selbst auf dem Rennrad unterwegs. «Aber natürlich am Ende wie immer viel zu wenig. Für mich wäre daher wohl die kurze Runde durch den Nationalpark und über Livigno, Forcola di Livigno und Berninapass perfekt.» Auf 97 Kilometern Länge kommen hier «nur» 1367 Höhenmeter zusammen. «Aber trotzdem gibt‘s das volle Gänsehautprogramm Alpen, allein die Fahrt über den Berninapass: einfach traumhaft», verspricht Schorta. Nach der Passage des Zielbereichs in Zernez führt die Langstrecke dann weiter Richtung Unterengadin und über den Flüela- und Albulapass zurück nach Zernez. Hier kommen auf 214 Kilometer dann 3889 Höhenmeter zusammen. «Allein der letzte Anstieg hat dabei mehr Höhenmeter als die gesamte erste Runde», warnt Schorta. Gut, dass man sich beim Engadin Radmarathon noch im Rennen entscheiden kann, welche Distanz es sein soll. «Ganz nach Lust, Form und Wetter, entweder nach 97 Kilometern rechts ins Ziel oder geradeaus.»

Während die kleine Runde sich auch für «Radmarathon-Einsteiger» anbietet, wartet auf die Teilnehmer der Langstrecke ein langer Tag auf dem Rad. «Gerade, weil sich die Schwierigkeiten eigentlich von Pass zu Pass immer weiter steigern, sollte man die Runde nicht unterschätzen und schon einige Erfahrung mitbringen», erklärt Schorta. «Und wichtig: Nicht zu früh Vollgas geben. Immer noch eine Reserve behalten. Dafür gibt‘s aber Radsport-Genuss pur. Alle unsere vier Pässe des Engadin Radmarathon haben ihren Scheitelpunkt weit jenseits der 2000-Meter-Marke.»

Geschenkt gibt‘s die nicht. «Für Geschenke kommt auch keiner zu uns», sagt Schorta. «Aber für das Erlebnis, für Faszination Radsport pur. Und wenn wir wenige Tage nach dem Rennen schon Anfragen bekommen, wann man sich wieder anmelden kann, dann wissen wir, der Engadin Radmarathon hat Spuren hinterlassen…»


Text: Stefan Schwenke
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