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WM Les Gets

Drei Short-Race-Medaillen als Appetizer

Starkes Duo: Filippo Colombo (rechts) und Thomas Litscher fahren Richtung WM-Podest. Bild: Maxime Schmid

Die Schweizer Mountainbiker lassen die Medaillen an der WM in Les Gets regnen. Alessandra Keller und Filippo Colombo gewinnen im Short Race Silber, Thomas Litscher holt Bronze.

Zwei Tage vor dem WM-Rennen im olympischen Cross-Country ist die Delegation von Swiss Cycling voll auf Kurs. Nach Gold im Teamwettkampf und Triumphen in den Nachwuchs-Kategorien überzeugten die Schweizer auch im Short Race. Bei den Frauen fuhr Alessandra Keller trotz eines Sturzes auf den 2. Platz hinter Pauline Ferrand-Prévot, bei den Männern mussten Filippo Colombo und Thomas Litscher in Abwesenheit von Nino Schurter und weiteren Topfahrern nur dem Neuseeländer Samuel Gaze den Vortritt lassen.

Keller rutschte bei einsetzendem Regen in der sechsten der neun kurzen Schlaufen in einer steinigen Passage ohne fremdes Verschulden das Vorderrad weg. Sie fiel zwischenzeitlich aus den Top 10, setzte dann aber zu einer beeindruckenden Aufholjagd an. „Dieser 2. Rang fühlt sich an wie ein Sieg“, sagte die 26-jährige Nidwaldnerin.

Colombo und Litscher profitierten derweil von einem Sturz eines Konkurrenten: Der amerikanische Titelverteidiger Christopher Blevins duellierte sich bis kurz vor dem Ziel mit Sam Gaze um Gold, kam aber in der letzten steinigen Passage zu Fall und wurde auf Platz 16 zurückgeworfen. Blevins Sturz hievte Colombo auf den Silberplatz und bescherte Litscher Bronze.

Colombo, vor einer Woche zum zweiten Mal EM-Dritter im Cross-Country und im Short-Race-Weltcup schon zweimal Sieger, unterstrich erneut, dass er mit 24 Jahren in der Weltspitze angekommen ist. „Ich glaube, ich hätte nicht viel besser machen können“, befand der Tessiner, nachdem das Rennen einen zu seinen Ungunsten langsameren Verlauf als erhofft genommen hatte.

Litscher ging dagegen mit leerem Tank in die Schlussrunde und sah sich durch den Sturz an der Spitze unverhofft noch auf den 3. Platz befördert. Er habe eigentlich nur noch Schadensbegrenzung betrieben, ehe er mit Bronze für seinen Kampfgeist belohnt worden sei, sagte der Ostschweizer. Für den 33-Jährigen ist es nach Bronze 2017 im Cross-Country die zweite WM-Medaille.

Text: Keystone-SDA

Alessandra Keller Bild: Maxime Schmid

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