MTB

Beat Müller übernimmt das Mountainbike-Nationalteam

Bild: Swiss Cycling

In der Sportart Mountainbike kommt es zu personellen und strukturellen Änderungen. Für das Elite-Nationalkader der Männer ist künftig Beat Müller verantwortlich. Der bisherige Nationaltrainer Bruno Diethelm wird Swiss Cycling verlassen.

Im vergangenen Jahrzehnt haben die Schweizer Cross-Country-Spezialisten grosse Erfolge gefeiert. Weltcupsiege, EM- und WM-Medaillen bis hin zu Olympiagold – in der Ära von Männer-Nationaltrainer Bruno Diethelm war alles dabei. Nun kommt es in der Königsdisziplin des MTB-Sports zu personellen und strukturellen Änderungen. Beat Müller, ehemals U19-Nationaltrainer, später Leistungssportverantwortlicher und seit Anfang Jahr als Head of Performance von Swiss Cycling engagiert, übernimmt die Verantwortung für das Elite-Nationalkader. Der Auftrag des Sportwissenschaftlers besteht darin, aus den Topathleten im Hinblick auf die Olympischen Spiele 2024 in Paris sowie die WM 2025 im Wallis das Maximum herauszuholen und der nächsten Generation zum Aufstieg in die absolute Weltspitze zu verhelfen. «Die hohe Leistungsdichte erfordert die Beachtung sämtlicher Details, also eine Perspektive, die Beat aufgrund seiner langjährigen sportwissenschaftlichen Erfahrung mitbringt », sagt Leistungssportchef Patrick Müller.

Der personelle Wechsel beruht auf dem Fakt, wonach Bruno Diethelm die Athleten zuletzt nicht mehr in jenem Mass erreichte, welches für das Erbringen von Höchstleistungen erforderlich ist. «Bruno Diethelm ist und bleibt ein hervorragender Trainer. Wir haben in letzter Zeit schlicht gespürt, dass es nach den vielen schönen Jahren neue Impulse braucht, um die Voraussetzungen zu schaffen, damit unsere Athleten an den kommenden, für Swiss Cycling eminent wichtigen Grossanlässen 100 Prozent ihres Leistungsvermögens abrufen können», hält Patrick Müller fest. Die strukturelle Anpassung in Form der Trennung von Elite- und U23-Kategorie ist auf die hohe Anzahl aussichtsreicher Athleten zurückzuführen, die sich mit einer stetig höher werdenden Leistungsdichte an der Weltspitze und einem Ausbau der Weltcupserie konfrontiert sehen. In der gegenwärtigen Konstellation braucht es mehr als eine Person, um den gänzlich unterschiedlichen Bedürfnissen von 20-jährigen Talenten und bis zu 15 Jahre älteren arrivierten Kräften gerecht zu werden. Wer sich der Aufgabe annehmen wird, die U23-Athleten auf den Übertritt in die Elite-Kategorie vorzubereiten, ist noch unklar. Die Suche nach einer geeigneten Person ist im Gang.

Beat Müller behält die Funktion des Performance-Verantwortlichen, wird dabei jedoch entlastet. Bruno Diethelm, der neben dem MTB-Nationalteam auch das Radquer-Nationalteam betreut, wird die laufende Radquersaison zu Ende führen und Swiss Cycling danach verlassen. Swiss Cycling hätte den 63-jährigen Berner Oberländer wegen seines ausserordentlichen Engagements und seines grossen Knowhows gerne als Radquer-Nationaltrainer und in anderen Funktionen an Bord behalten und unterbreitete ihm ein entsprechendes Angebot. Diethelm jedoch lehnte ab, er möchte sich neu orientieren. Swiss Cycling bedankt sich bei Bruno Diethelm für seinen unermüdlichen, erfolgreichen Einsatz für den Mountainbike-Sport und wünscht ihm für die Zukunft alles Gute.

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