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EKZ Cross Tour

Barhoumi sorgt für das Schweizer Glanzlicht

Grosser Auftritt: Zina Barhoumi (links) musste einzig der Französin Perrine Clauzel (Mitte) den Vortritt lassen. Bild: Steffen Müssiggang

Mit dem ersten Lauf der EKZ CrossTour in Aigle ist die Quersaison in der Schweiz eröffnet worden. Nicht weniger als 490 Fahrerinnen und Fahrer aus 18 Nationen sorgten für einen spannenden Renntag, wobei die Siege in den Hauptkategorien an die Französin Perrine Clauzel und den Belgier Vincent Baestaens gingen. Die Bernerin Zina Barhoumi wurde überraschend Zweite, der Vaudois Loris Rouiller belegte Rang 4..

Im Rennen der Frauen galt die zweifache Gesamtsiegerin und vierfache Etappensiegerin Pavla Havlikova als die grosse Favoritin. Die restlichen Fahrerinnen waren jedoch nicht zurückhaltend und fuhren von Anfang an Vollgas. Vor allem die Französin Perrine Clauzel, welche in dieser Saison schon zwei Siege auf dem Konto hat, startete mit viel Selbstvertrauen, und das hatte auch rasch folgen. Sie setzte sich schon in der ersten Runde an die Spitze des Rennens und gab die Führung nicht mehr aus der Hand.

Knapp eine halbe Minute hinter Clauzel fuhr die junge Schweizerin Zina Barhoumi nach einem aktiven Rennen als Zweite über die Linie. Für die 23-jährige Bernerin vom RSC Aaretal Münsingen war es der erste Podestplatz in der nationalen Radquer-Serie. Rang 3 wurde in einem Sprint zwischen vier Fahrerinnen vergeben, wobei sich Line Burquier etwas überraschend durchsetzte. Die junge Französin ist erst im ersten Jahr der U19-Kategorie. Favoritin Pavla Havlikova belegte im Schlusssprint den fünften Rang.

Rouiller als starker Vierter knapp neben dem Podest

Das Rennen der Männer blieb mit einer grossen Spitzengruppe lange offen. Vor allem der spanische Meister und Tagesfavorit Felipe Ort fuhr ein sehr offensives Rennen und attackierte immer wieder. Bis in die drittletzte Runde konnten seine Verfolger Dieter Vanthourenhout, Wietse Bosmans, der junge Schweizer Loris Rouiller und der Belgier Vincent Baestaens mithalten, doch dann mussten sie den starken Spanier ziehen lassen. Dieser konnte seinen Vorsprung jedoch nie auf mehr als knapp acht Sekunden ausbauen und als es in die letzte Runde ging, schloss der Vorjahressieger Baestaens wieder auf. Er attackierte sofort und feierte nach einer spannenden letzten Runde seinen zweiten Tagessieg in Aigle.

Der Spanier musste sich mit dem zweiten Platz begnügen, wobei Dieter Vanthourenhout das Podest komplettierte. Loris Rouiller fuhr als bester Schweizer auf den ausgezeichneten vierten Rang, während Timon Rüegg, Lukas Flückiger und Simon Zahner die starke Schweizer Teamleistung mit dem sechsten, siebten und neunten Rang ergänzten. Sieger Baestaens war nach seinem Sieg eher etwas überrascht, wie er nach dem Rennen erzählte: «Ich fühlte mich das ganze Rennen nicht wirklich gut. Ich habe die letzten drei Tage sehr viel trainiert und bin eher müde angereist». Der Schlüssel zu seinem Sieg sah er jedoch in seiner passiven Fahrweise. «Ich bin immer mein eigenes Tempo gefahren und bei den Attacken von Felipe nicht immer mitgegangen. So konnte ich am Schluss doch wieder aufholen und gewinnen».

Text: EKZ Cross Tour

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