Winterthur siegt am Frauenfelder Neujahrsturnier

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Weltmeisterlicher Jahresbeginn

FRAUENFELD. Glücklich erreichten die Winterthurer Radballweltmeister Marcel Waldispühl und Peter Jiricek die Finalspiele. Doch dort zeigten sie ihre Routine und gewannen die WM-Revanche in Frauenfeld.

von Daniel Frei / Sportjournalist.ch
Wer als Weltmeister und Pokalverteidiger am internationalen Neujahrsturnier der Radballer in Frauenfeld startet, der wird automatisch als Topfavorit gehandelt. Da spielt auch keine Rolle, dass diese seit der WM keinen Ernstkampf mehr bestritten. Für den dreifachen Weltmeister Peter Jiricek und seinen Torhüter Marcel Waldispühl war dies jedoch keine Belastung. „Wenn wir im Regenbogen-Trikot antreten, wollen uns alle bezwingen“, kennt Peter Jiricek die Situation bereits und schaut dem Ganzen wohl die ganze Saison gelassen entgegen. In Frauenfeld deutete nach dem 5:2-Erfolg über Sirnach und dem 8:2-Sieg gegen Dornbirn alles auf einen sicheren Halbfinaleinzug hin. Doch danach folgten zwei unglückliche Partien, wo auch der Weltmeister erstmals Nerven zeigte. Die 5:7-Niederlage gegen die Gebrüder Krichbaum aus Eberstadt (De) - nach einem 0:5-Rückstand - und die hohe 4:9-Niederlage gegen das Weltmeisterduo 2008 aus Tschechien brachte die Winterthurer auch nach Spielschluss ins Schwitzen. „Wir mussten zuerst rechnen, ob wir die Endrunde der letzten Vier erreicht haben oder nicht“, sagte Trainer Petr Jiricek. Dank dem, dass die Weltmeister zwei Tore mehr erzielten als Dornbirn, qualifizierte sich Winterthur hinter Eberstadt als Gruppenzweiter fürs Halbfinale. In der zweiten Vorrundengruppe gewann Altdorf vor Höchst. Damit kam es zum Halbfinalspiel zwischen Winterthur und Altdorf. Waldispühl/Jiricek dominierten die ersten sieben Minuten und führten verdient mit 5:1. Doch in der zweiten Halbzeit ging nicht mehr viel im Spiel der Eulachstädter. Die Urner holten Treffer für Treffer auf und kamen bis auf einen Zähler heran. Doch beim Spielstand von 5:4 endete die Partie und Winterthur schaffte den Finaleinzug. Der zweite Finalist hiess Höchst, welches sich gegen Eberstadt mit 4:2 durchsetzte.

Hochstehendes Endspiel

Nachdem Eberstadt im Spiel um Rang 3 im Penaltyschiessen Altdorf 10:9 bezwang, stieg das Endspiel der 50. Austragung des internationalen Turniers in Frauenfeld. Die Winterthurer begannen das Spiel konzentriert und gingen in Führung. Danach vergab Höchst zahlreiche Chancen zum Ausgleich, so dass nach der Pause ein Zwei-Torevorsprung für die Schweizer resultierte. Doch vor Ablauf der regulären Spielzeit glichen die Vorarlberger aus und es wurde eine Verlängerung notwendig. Neunzig Sekunden vor Ablauf dieser Verlängerung wehrte der Österreichische Nationaltorhüter Simon König einen Penalty von Marcel Waldispühl ab. Doch Peter Jiricek nutzte seine Chance, reagierte am schnellsten und erzielte den 3:2-Siegestreffer. Damit gewannen die Winterthurer Radballer die erste WM-Revanche und verteidigten den Pokal erfolgreich. Am 16. Januar 2010 folgt um 16 Uhr die nächste WM-Revanche. Dann treffen die weltbesten Radballer in der Winterthurer Steinackerhalle beim Löwencup aufeinander.

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(04.01.2010)
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