SM: Kampf gegen die Uhr auf anspruchsvoller Strecke

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handbikeAuf anspruchsvollem Kurs – 20.5km und 300 Höhenmeter – trugen die Handbiker und die Paracycling Stehende ihre Zeitfahr-SM integriert in der Swiss Cycling Zeitfahr-Schweizermeisterschaft aus.
Zum ersten Mal war die Disziplin Paracycling komplett an der Zeitfahr-SM von Swiss Cycling vertreten. Sowohl die Stehenden als auch die Handbiker trugen ihre SM auf derselben Strecke aus, auf der sich Minuten zuvor auch die Elite des Schweizer Radsports massen. Dabei zählte die Strecke zum Anspruchsvollsten, was sich insbesondere die Handbiker aus der Vergangenheit gewohnt waren. Sie war sehr selektiv und technisch anspruchsvoll. Die Spitzenfahrer äusserten sich durchwegs positiv. Heinz Frei: „In diese Richtung muss das Paracycling gehen. Mit zunehmender Leistungsdichte in allen Kategorien müssen auch die Strecken länger und vor allem selektiver werden“.

podest_mh2In der Handbike-Kategorie H1 (Tetraplegie) gewann Tobias Fankhauser (RC Zentralschweiz) die SM souverän – vor Reto Wittwer und Benjamin Früh. In H2 (hohe Paraplegie) konnte sich Altmeister Heinz Frei (RC Solothurn) vor Lukas Weber und Christian Wenk durchsetzen. Weltmeister Jean-Marc Berset (ebenfalls H2) erlitt einen technischen Defekt und fuhr das Rennen einarmig zu Ende (!). In H3 (tiefe Paraplegie) gewann Athos Libanore (GP Ticino), vor Felix Frohofer und Markus Freda. Frohofer (Jg. 94) war die Überraschung in dieser Kategorie. In H4 (Beinamputierte, knieend) gewann Bruno Huber (RC St.Gallen) vor Walter Eberle und Cédric Kuster. Bei den Frauen hiessen die Siegerinnen Pia Schmid (Kategorie H1, RC Zentralschweiz) und Weltmeisterin Ursula Schwaller (Kategorie H2, VCK Kerzers). In H3 setzte sich Sandra Graf (RC St.Gallen) durch vor Nadine Mürset und Susanna Staub.

para_cycling_standingBei den Stehenden massen sich die C-Kategorien (Ober/Unterarmamputierte) zusammen mit der B-Kategorie (Blinde – Tandems). Ihre gefahrenen Durchschnittsgeschwindigkeiten wurden nach demselben Muster zu technischen Durchschnittsgeschwindigkeiten umgerechnet, wie nächstes Jahr an den Paralympics Kategorien kombiniert werden (Zeitfaktoren gemäss Bahnweltrekorden resp. Top 3 Resultaten WM, Paralympics in jeder Kategorie). Roger Bolliger (Oberschenkelamputiert) hatte auf dieser Strecke den Vorteil auf seiner Seite, da das Tandemgespann Délez/Grenard seine Vorteile vor allem auf flachen schnellen Strecken hat. Er gewann die SM vor Délez/Grenard und Sara Tretola.

Von Lukas Weber
(27.06.2011)
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