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Gegendarstellung
Artikel “Weniger finanzielle Mittel für Swiss Cycling als Folge des Fall Brändli”, Swiss Cycling News / Swiss Cycling Newsletter,
7. Oktober 2008
In obgenanntem Artikel wird die unwahre Aussage gemacht, dass mein Rückzug als Hauptinvestor der Swiss Cycling Team AG im Zusammenhang mit dem Fall Nicole Brändli erfolgt ist. Ich werde dabei als emotional handelnde Person dargestellt, welche die aktuellen finanziellen Schwierigkeiten der Swiss Cycling Federation mitverursacht.
Tatsache ist, dass mein Rückzug als Hauptinvestor der Swiss Cycling Team AG kein Zusammenhang mit der Person von Nicole Brändli hat. Die Swiss Cycling Federation hat seit längerer Zeit und hatte auch bereits in Vergangenheit mit finanziellen Schwierigkeiten zu kämpfen. Als grosser Radsportfan war es mir ein Anliegen und eine Freude, einen finanziellen Beitrag/Sponsoring leisten zu können, welcher zu einer Stärkung und einer Gesundung des Verbands beitragen sollte. Meine Einleitung zu den im Artikel angesprochenen Aussagen zu Handen der DV vom 8. Juni 2008 war denn auch „Erfolg im Radsport setzt professionelle Strukturen und Transparenz voraus“. Leider musste ich, ausgelöst durch den konkreten Fall, feststellen, dass die bereits eingebrachten finanziellen Mittel nicht dazu verwendet wurden, die vorgeschriebenen und notwendigen Strukturen innerhalb des Verbands zu verbessern bzw. aufzubauen. Festgesetzte formelle Abläufe wurden nicht eingehalten und Entscheide wurden nicht mit der ultimativen Zielsetzung gefällt, dem Interesse des Radsports in der Schweiz bestmöglich zu dienen. Leider habe ich keine Gewissheit, dass diese Arbeits- und Denkweise mit der Swiss Cycling Team AG in Zukunft verbessert wird und die finanziellen Mittel anders eingesetzt werden.
Diese Missstände haben bei mir zu der rationalen Entscheidung geführt, mein finanzielles Engagement zu beenden bzw. zurückzuziehen.
Eine Investition in einen Betrieb, der nicht leistungs- und erfolgsorientiert arbeitet, macht für mich als Unternehmer keinen Sinn. Eine Investition in einen Verband, der nicht ultimativ das Interesse des Radsports als Ziel hat und seine Handlungen auf dieses Ziel hin ausrichtet, macht für mich deshalb auch als Sponsor keinen Sinn.
Ich danke Ihnen bestens für die Kenntnisnahme.
Mit sportlichen Grüssen
Fritz Bösch
Der genannte Artikel enthält verschiedene unwahre Aussagen im Zusammenhang mit meiner Person: Swiss Cycling habe alles versucht, um die Situation im Fall Brändli vor der WM zu bereinigen und um disziplinarische Massnahmen nicht direkt an der WM umzusetzen. Intensive Gespräche vor der Selektion mit allen Betroffenen hätten nicht geholfen, die Situation zu lösen. Das Verhalten der Fahrerin sei in diesem Zusammenhang alles andere als konstruktiv gewesen.
Diese Aussagen zeichnen ein sehr negatives Bild von mir und den vorgefallenen Ereignissen.
Auf Grund meiner sportlichen Planung und der Terminierung von An- und Abreise gab es im Vorfeld wie auch anlässlich der Olympischen Spiele in Peking zwischen mir und dem Delegationsleiter René Savary Meinungsverschiedenheiten, welche in persönlichen Spannungen endeten. René Savary beantragte dem Verband darauf hin, mich künftig für weitere internationale Einsätze nicht mehr zu selektionieren. Da ein solches Vorgehen weder in meinem persönlichen Interesse als Berufssportlerin noch im Interesse des Radsports der Schweiz liegt, habe ich alles daran gesetzt, die Spannungen im Vorfeld der WM auszuräumen und die auf Grund meiner Leistungen gerechtfertigte Selektion zu erwirken. Die Kontaktaufnahme mit dem Verband gestaltete sich leider von Anfang an sehr schwierig. Die zuständigen Ansprechpersonen wurden nicht genannt oder waren trotz mehrmaliger Interventionen nicht erreichbar. Schliesslich konnte am 10. September 2008 eine persönliche Aussprache stattfinden, an welcher die Spannungen und Vorwürfe geklärt und auch ausgeräumt wurden. Im Nachgang an die Aussprache hatte mich der Verband als Starterin in Varese gemeldet. Kurz vor der offiziellen Pressemitteilung hat der Verband meine Meldung dann wieder zurückgezogen. Auch nach dieser offiziellen Nichtselektion habe ich bis kurz vor dem Start der Weltmeisterschaften in jeder erdenklicher Weise versucht, die Situation zu bereinigen. Eine Klärung der Situation vor den Weltmeisterschaften und damit eine allfällige Ermöglichung einer Selektion von mir für das Weltmeisterschaftsrennen konnte jedoch aus mir nicht nachvollziehbaren Gründen und offenbar mangels Interesse daran nicht mehr vorgenommen werden.
Mit sportlichen Grüssen
Nicole Brändli
(12.11.2008)
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