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Radsportliches 100 Jahr-Jubiläum im Zürcher Unterland

Ueber tausend lizenzierte und Hobby-Rennfahrer wollen am Sonntag, 5. September zum grössten und ältesten Schweizer Radrennen starten. 100 Jahre nach der ersten „Züri-Metzgete“ müssen auf einer 49 km-Rundstrecke im Zürcher Unterland, welche schon in den Anfangsjahren befahren wurde, die traditionellen Steigungen von Siglistorf und Regensberg bezwingen.
Ursprünglich wurde das 1910 erstmals durchgeführte Radrennen als „Meisterschaft von Zürich“ durchgeführt. Die MvZ gehörte von 1968 bis 2006 zum Weltcup und genoss weltweit einen guten Ruf. Finanzielle Probleme verunmöglichten 2007 die Austragung der „Züri-Metzgete“ wie die Classique schon seit den Anfangsjahren genannt wurde. Dank dem Presenting-Sponsor EKZ und einer Gruppe Geschäftsleute aus dem Zürcher Unterland konnte nach einjähriger Pause mit dem neuen Startort an der Furttalstrasse in Buchs/ZH ein Neustart gewagt werden.
Fahrer und Radsportfreunde haben die Streckenführung über die Höhe von Siglistorf und von Sünikon nach Regensberg begeistert zur Kenntnis genommen. An diesen zwei Hügeln sind im Laufe der Jahrzehnte unzählige „Züri-Metzgete“ entschieden worden. Zwar werden dort am ersten September-Sonntag nicht mehr die (teuren) Weltklasse-Profis hinaufstürmen, aber das Rennen bleibt wie eh und je eine Prüfung für alle Kategorien. Dass Elitefahrer, Anfänger und Hobbyfahrer sich am gleichen Tag auf dem gleichen Parcours messen, ist immer noch eine weltweite Rarität. Für die Elite-Amateure ist es immer noch ein Saisonziel, die prestige-trächtige Züri-Metzgete zu
gewinnen.
Eine Tausendschaft in der EKZ Volksmetzgete
Angesichts der hohen Teilnehmerzahl in der EKZ Volksmetzgete steht jedoch der Breitensport im Mittelpunkt. Bei den Hobbyfahrern ist die ganze Palette vertreten, von den hoch ambitionierten, welche ebenso gut bei den Lizenzierten mitfahren könnten, bis zu den „Gümmeler“, die Jahr für Jahr ihre gefahrene Zeit auf dem doch anspruchsvollen Parcours vergleichen. Dieser führt vom Start- und Zielort Buchs über Dielsdorf – Neerach – Weiach- Glattfelden nach Kaiserstuhl und nach dem zweistufigen Aufstieg zur Siglistorfer Höhe via Schneisingen bereits zum nächsten Hindernis, dem Regensberger. Selbst die Abfahrt über Boppelsen nach Otelfingen erfordert höchste Konzentration. Alle erhalten die gleiche Belohnung: Weil die meisten Hobbyfahrer den Schrank voll Werbetrikots haben, welche fast alle Veranstalter von Volksrennen abgeben, erhalten die Teilnehmer an der EKZ Volksmetzgete einen zweckdienlichen Sportrucksack mit vielen Schikanen,
der allein das Startgeld von Fr. 80.— Wert ist. Ein Teilnehmer wird zudem reich beschenkt. Das Los wird bestimmen, welcher Hobbyfahrer eine hochwertige Rennmaschine gewinnt.
Schlussankunft des GP Rüebliland
Die EKZ Züri Metzgete ist auch ein Tummelfeld für den Nachwuchs. Die jungen Rennfahrer sind stolz, wenn sie sich an diesem klassischen Rennen präsentieren können. Der RV Zürich offeriert dem Nachwuchs, vom achtjährigen Schüler bis zum international arrivierten Junior, eine Startmöglichkeit über altersgerechten Distanzen an. Kurz nach der Mittagszeit treffen die Teilnehmer des internationalen Junioren-Etappenrennens GP Rüebliland bei der grosszügigen Zielanlage an der Furttalstrasse ein. Sie starten am Morgen in Münchwilen/AG zur Schlussetappe und benutzen ab Kaiserstuhl die „Metzgete“-Strecke über die gefürchteten Steigungen von Siglistorf und Regensberg. Auf der Erfolgsliste dieses Etappenrennens stehen illustre Namen: Von Fabian Cancellara, Davide Rebellin, Damiano Cunego und Thor Hushovd bis zu Roman Kreuziger, Oscar Camenzind, Laurent Dufaux, Laurent Jalabert sowie Beat und Markus Zberg.
Auch an die Einsteiger wird gedacht: die acht- bis 15jährigen, nichtlizenzierten Schüler besammeln sich um 13 Uhr beim Festzelt und fahren ab 14 Uhr die 3,5 km von Otelfingen bis zum Ziel. Wie bei der EKZ Volksmetzgete, entscheidet auch bei den Schülern das Los, wer ein vom Velo-Atelier Zürich gespendetes Bike im Wert von Fr. 1'200.— erhält.
Für ein richtiges Velofest sorgen der Pasta-Plausch und den Siegerehrungen für alle Kategorien im Festzelt sowie die Berry’s Band (am Ziel) und die Feedback-Rockband (in Boppelsen).
www.zueri-metzgete.ch / Streckenplan / Zeitplan
Von der Meisterschaft zur Züri-Metzgete
Den populären Namen „Züri-Metzgete“ hat das Rennen schon sehr früh erhalten. Wegen den vielen Stürzen und Defekten - damals ausschliesslich auf Naturstrassen – erreichten sehr viele Teilnehmer nach schweren Massenstürzen mit zahlreichen offenen Wunden das Ziel, was einen Zuschauer angesichts der blutenden Fahrer zum Ausspruch veranlasst haben soll „Das sieht ja aus wie an einer (Bure-)Metzgete“. Die andere Version, an welche sich auch Ferdy Kübler erinnert, war eine Anspielung auf die harten Umstände mit denen die Fahrer damals zu kämpfen hatten, das Rennen sei eine richtige „Metzgete“ gewesen.
Auskünfte:
Geschäftsführer der Züri Metzgete GmbH:
Michael Ausfeld, Weinbergstrasse 18, 8001 Zürich; 044 251 06 20 * misis(at)swissonline.ch
Projektleiter EKZ Züri Metzgete:
Bruno Hubschmid, bh-event-services GmbH, 5107 Schinznach-Dorf;
056 443 10 05 * 079 218 09 68 * bruno.hubschmid(at)event-services.ch
Medien:
Walter Leibundgut, Rosenweg 4 A, 3422 Kirchberg:
034 445 70 70 * 079 447 15 16 * medien(at)zueri-metzgete.ch (18.08.2010)
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