Swiss Cycling packt die Sanierung entschlossen und gemeinsam an

Gemeinsam, umfassend und endgültig soll Swiss Cycling saniert werden. Die Delegierten­versammlung vom 15. März 2008 sprach klare Voten für den von Vorstand und Geschäftsleitung eingeschlagenen Weg. Das negative Jahresergebnis 2007 wurde genutzt um den Weg frei zu machen für eine rasche und vollständige Sanierung.

Die Vertreter der Rad Clubs und Swiss Cycling Kantonalverbände sind gewillt etwas zu bewegen für den Schweizer Radsport auch in finanzieller Sicht, so das Fazit aus der Swiss Cycling Delegiertenversammlung in Luterbach SO.  Der Vorstand von Swiss Cycling  nutzte die Präsentation der negativen Jahresrechnung 2007 um allen klar zu machen, dass schnell etwas geschehen muss. Unterstützt wurde er dabei von der externen Revisionsstelle, der Geschäftsprüfungskommission und der Geschäftsleitung.

Trotz bereits umgesetzten Sparmassnahmen im Umfang von 380‘000.- ist Swiss Cycling die Finanzlage weiterhin sehr angespannt. Dem Leistungssport fehlen für das Jahr 2008 CHF 380‘000.- und dem Verband als ganzes 150‘000.- an zusätzlich nötigen liquiden Mitteln. Der Geschäftsführer von Swiss Cycling, Viktor Andermatt, zeigte Lösungswege auf auch diese finanziellen Herausforderungen noch zu meistern und wurde dabei unterstützt durch Voten der anwesenden Delegierten.  Bis zur ausserordentlichen DV am 7. Juni 2008 wird ein Projekt ausgearbeitet und in die Vernehmlassung gegeben, welches eine eigene Rechtsform für den Leistungssport ermöglicht. Präsident Melchior Ehrler betonte: „ Dieses Projekt ist ein wichtiger Schritt um eine für Geldgeber interessante und transparente Struktur zu erhalten und einen nachhaltigen Sport zu ermöglichen. Das Projekt alleine löst die finanziellen Probleme von Swiss Cycling aber nicht, dazu ist separat noch mehr nötig." Aus diesem Grund werden auch weitere Massnahmen zur finanziellen Stabilisierung zusammen mit den Clubs und Kantonalverbänden erarbeitet.

Die 140. Delegiertenversammlung von Swiss Cycling verlief sehr konstruktiv und zeigte in der über vier Stunden dauerenden Diskussion viel Willen etwas zu bewegen. Man traut dem verjüngten Vorstand zu diesen Willen auch umzusetzen. Vor allem in den neuen Finanzverantwortlichen Martin Bundi setzt man grosses Vertrauen. Der Bündner wurde einstimmig als Nachfolger von Marianne Kern gewählt. Weiter gehören dem Vorstand neben den bisherigen Melchior Ehrler (Präsident), André Jolidon (Vizepräsident) und René Walker neu folgende Personen an: Doris Turin (Goumoens) , Christian Zucol (Rüti ZH), Johannes Gisin (Lyss), Alain Bovay (St. Légier s/Vevey) sowie Mattia Galli (Roveredo).

Swiss Cycling investierte im Jahr 2007 über drei Millionen Franken in den Leistungssport und ermöglichte damit 30 Medaillengewinne von Schweizer Radsportlern an Welt- und Europameisterschaften. Ebenso geht man mit grossen Erwartungen nach Peking an die Olympiade. Der Verband will aber auch im Breitensport wieder verstärkt Präsenz zeigen und Dienstleistungen anbieten. Die nötigen Grundlagen wurden in allen Bereichen seit Dezember erarbeitet und werden so rasch wie möglich umgesetzt.